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Siebender Band.
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214 Rap. 1. Von Johann und Subert van Eyck,

Ille ego, qui laetos olio de ſemine liniExpreſſo docui princeps miſcere colores:

Huberto cum fratre novum ſtupere repertumAtquè ipſi ignotum quondam fortaſſis Apelli,

Florentes opibus Brugae: ſed noſtra per omnemDiffundi late probitas non abnuit orbem.

2. Rogier.

Rogier von Bruͤgge war ein Schuler des Johann van Eyck, welcher ihm inſeinem Alter das Geheimniß der Oelmalerey entdeckte. Er war ein ziemlich guteZeichner, und in ſeiner Zuſammenſezung bemerkte man viel Geiſt. In den Kirchenvon Bruͤgge ſtiftete er das Andenken ſeiner Kunſt. Carl van Mander ſagt, daß 1ſchöne Sachen von ihm mit Leim und Eyerfarben auf Leinwand gemalt geſehen, 83che man in damaligen Zeiten als Tapeten in den Zimmern aufzuhaͤngen pflegte.ter hat man keine Nachrichten von den Lebensumſtaͤnden dieſes Kuͤnſtlers.

3. Hugo van der Goes.

Hugo van der Goes, ein andrer Schuͤler des Johann van Eyck, hat berund nach dem Jahr 1480. gearbeitet. Er that es ſeinem Lehrer an Fleiß und.ſchicklichkeit gleich. Seine Erfindungen, die fleißige Ausarbeitung, und das reiColorit werden geruͤhmt. Chriſtum am Kreuze, nebſt den zwey Schaͤchern, in dercobskirche zu Bruͤgge, haͤlt man fuͤr ſein beſtes Stuͤck. Es ward bey den unruhigel öZeiten in den Niederlanden verſchont, aber durch einen elenden Stuͤmper verdor 1weil er die Geſetztafeln daruͤber malen mußte. In den folgenden Zeiten aber hat mandieſe neue Farbe durch einen kuͤnſtlichen Fuͤrniß wegzubringen gewuſt, und dadur bdas alte Gemaͤlde, als ein merkwuͤrdiges Denkmal der erſten Kunſt zu erhalten geſücht.Andre Werke dieſes Meisters zeigt van Mander an, und bekennt ſeine Unwiſſen 4in Anſehung der Zeit und des Ortes, wo dieſer Kuͤnſtler geſtorben.

Um dieſe Zeit lebten einige gute Kuͤnſtler in Teutſchland. Ihre NachgelaſſereKupferſtiche zeugen von ihrer Geſchicklichkeit: als Sebald Boͤhm, Suavius, It bvon Mecheln, Lucas Kranach, Martin Schoͤn, u. ſ. w. Sie waren nicht wennin der Malerey geuͤbt, wie aus den Nachrichten des folgenden Kapitels erhellen wil gWir wollen hier noch einige Kuͤnſtler, nur blos dem Nahmen nach anfuͤhren, welchSandrart aus dem van Mander entlehnt hat:

Hans Memmelink, machte ein feines Werk zu Bruͤgge im St. Johannes Haut,mit vielen kleinen ſorgfältig ausgearbeiteten Figuren. Porbus gieng oft hin, b 8trachtete es mit Bewunderung ſehr genau, und ſtudirte darnach. Descamps 1des Peintres flamands. T. I. p. 12. nennt ihn Johann Hemmelink, und beſchre!ſein Leben weitlaͤuftiger. i

Johann von Hemmſen aus Harlem, ſchien mit ſeiner Manier den Antiken 1

folgen, ohne ſie geſehen zu haben. Er arbeitete ſeine Sachen ſehr ſorgfältig unzierlich aus.

Johann Mandin und Volkart zeichneten und ordneten ihre Sachen gut. Derletztere hat zumal ſchoͤne Sachen fuͤr Glasmaler gezeichnet.

Jm