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als Wolgemut, von Mecheln, Schoͤn, Kraft, und Siſcher. 217

10. Iſrael von Mecheln.

0 Iſtael von Mecheln iſt der älteſte teutſche Kuͤnſtler, welcher in Kupfer geſto-315 hat, und von vielen fuͤr den Erfinder der Kupferſtecherkunſt gehalten wird. Diegener ſuchen dieſe Ehre ihrer Nation zuzueignen: dahingegen die Teutſchen ſichlich e nicht wollen nehmen laſſen. Die Mittelſtraſſe iſt vermuthlich die wahrſchein-E ſte, wenn man annimmt, daß Iſrael, welcher zeitiger gelebt, auf die Spur derrſindung gekommen, und zum Anfange nur mittelmaͤßige Sachen gemacht, und daßverbachends Albert Duͤrer und Andreas Mantegna, in ſo weit als ſie die rohe Kunſt

eſſert und zu groͤſſerer Vollkommenheit gebracht, auch an der erſten Erfindungntheil haben.

zus Vaſari will den Ruhm der erſten Ausuͤbung der Kunſt ſeinen Florentinern gernechreiben„und behauptet, daß Maſo Finiguerra, und Baccio Bandini ein paaralenlchwiede zu Florenz, weil ſie nach damaligem Gebrauch auf ſilbernen Guͤrtelnſtec eh Jierathen mit dem Grabſtichel ſtechen muſten, auf den Gedanken des Kupfer-gegehe gerathen, und dem Andreas Mantegna im Jahr 1506. dadurch Gelegenheithalte a der Kunſt weiter nachzuſinnen, und Kupferſtiche zu berfertigen 7atzen Franz Mazzuoli oder Parmeſan um 1530. den Anfang mit dem radiren, 8 erund in Kupfer gemacht, und Hugo da Carpi die Art erſonnen, Holzſchnitte mit zweyderſſ mehrern Stöcken, oder mit mehrern Farben abzudruͤcken. Allein Vaſari wie-Antoncht ſich ſelbſt; denn er erzehlt an einem andern Orte, daß der Kuͤnſtler Marc-ſten fo, als des Albert Duͤrers in Holz geſchnittene Paßion im Jahr 1511. zum er-lunge l auß dem Marcusplatze zu Venedig zum Verkauf ausgeboten worden, ſolchemd d mit Verwunderung angeſehen, und endlich faſt ſeine ganze Habſeeligkeit fuͤr Jechsfeybig Blätter hingegeben. Er habe ſich nachgehends mit moͤglichſtem Fleißhoher. Tachahmung geleget, und ſey darinn ſo gluͤcklich geweſen, daß die Kopien fafuhr als die Originalen geſchaͤtzt worden. Duͤrer gieng deswegen, ſo bald er es er-worqh na enedig, um das kaiſerliche Privilegium bey der Regierung vorzuſchuͤtzen,il. Mare⸗Antonius auch genoͤthigt wurde, Duͤrers Nahmen aus ſeinen Copienulſchben. Hierdurch giebt Vaſaͤri ſelbſt an den Tag, daß die Kunſt eher inund land uͤblich geweſen: denn da man Duͤrers Sachen ſchon um 1510. verkaufte,ſo ſt w unſt nicht ſo geſchwind auf den Grad der Vollkommenheit gebracht worden,erf Pohl un reitig, daß die Teutſchen ſte eher als 1506. ein welchem Mantegna ſieunſtlie haben ſoll,) getrieben; ſo kann man auch aus Abdruͤcken, welche ſich beyoder 05 habern finden, erweiſen, daß die Manier der Holzſchnitte mit gelb und weisdert wordarz mit weiß gehöhet, wozu, wie gedacht, zwey oder drey Holzſtöcke erfor-lienern nen bereits im Jahr 1503., und alſo faſt 50. Jahr fruher als bey den Ita—verfert lich geweſen. Albert Duͤrer hat ſeine meiſten Werke zwiſchen 1510. und 1520.oha t. Man hat aber viel altere Sachen von ihm: namlich eine Offenbarungunis von 1408. Vor dieſer Zeit erſchien ſchon Hartmann Scheels teutſcheen Bildniſſen, Staͤdten, und andern Figuren angefuͤllt, daß man alſonicht lan varſcheinlich behaupten kann, die Holzschnitte ſind um das Jahr 1440. oderlet ange nach der Entdeckung der Buchdruckerkunſt erfunden worden, und ſo wieHolz den Teutſchen zuzuſchreiben. Man ſchnitt anfangs ganze Tafeln mit Schrift inkerle. um ſie auf einmal abzudrucken, nachgehends bediente man ſich zur Zierrath al-gehe 10 werk und dergleichen, um der gedruckten Schrift ein artiges Anſehen zuIn der nuͤrnbergiſchen Reformation von 1488, und in der von Hans Schoͤn-guren ut, gedruckten Gerichtsordnung der Stadt Augſpurg ſieht man allerley Fi-

n Landſchaften und zu dieſer Zeit dachte man in Italien noch nicht daran.in. Sauptth. VII Band.»Ee Es