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dem Buchhaͤndler Feyerabend zu Frankfurt am Mayn verlegten Werken, weil er

242 Kap. 8. Nicolaus Manuel,

wenn er nicht eine Stelle im groſſen Rath, und darauf die Amtmannsſtelle zu Win-terthur erhalten haͤtte. Sein Tod faͤllt in das Jahr 1614.

59. Joſt Ammann.

Joſt Ammann erblickte die Welt 1539. zu Zürch. Er begab ſich um das Jaht1560. nach Nürnberg, und verfertigte daſelbſt viele Zeichnungen auf Holz und kaepier. Er gab eine Menge von Holzſchnitten heraus, als groſſe und kleine bibliſchGeſchichte, die Werke der roͤmiſchen Hiſtorienſchreiber Livius und Tacitus mit Il-guren, verſchiedne Jagden und Fiſchereyen, die geiſtlichen Ordenskleidungen, Proſpekte von Staͤdten, Vorſtellungen der Handwerker, allerley Thiere, und ſo weite ·Er ſtarb im Jahr 1591.

60. Georg Keller.ann.

Georg Keller lernte die Malerey bey dem vorhergehenden Meiſter AmmEr war während der vier Jahre, die er ſich bey demſelben in der Lehre aufhielt ſehtfleißig, und verfertigte, wie Ammann den Sandrart ſelbſt verſichert hat, faſt einen 92zen Heuwagen voll Zeichnungen. Seine meiſten Holzſchnitte findet man in den faſ*

beſtaͤndig fuͤr denſelben arbeitete. Er beſchloß ſein Leben in Nuͤrnberg, wo eſtaͤndig gewohnt hat.

61. Tobias Stimmer.

Wir kommen auf einen zu ſeiner Zeit beruͤhmten Meiſter, den Tobias Enemer, der zu Schafhauſen im Jahr 1834. gebohren war. Er hat ſo wohl in cheVaterſtadt, als zu Frankfurt und Strasburg, viele Haͤuſer nach damaligem denbrauche, auswendig mit bibliſchen und roͤmiſchen Hiſtorien bemalt. Er ſtarb in 1beſten Jahren. Seine Holzſchnitte werden ſehr geſchaͤtzt. Man hat deren. ohegroſſen Vorrath. Die merkwuͤrdigſten ſind: groſſe bibliſche Historien, die 10 1Geſchichte des Flavius Joſephus, das neue Teſtament nebſt der Offenbarung John,nis 1588. zu Straßburg gedruckt; viele Bildniſſe von teutſchen, italieniſchen un. 5dern Kriegshelden; ein beſonderes Werk von den berühmteſten teutſchen Thera1587. zu Straßburg bey dem Buchhändler Bernhard Jobio gedruckt, die Stuͤcke dPantagruel, viele Jagden, und ſo weiter.

as Stim-

Die vorzuͤglichſten unter allen ſeinen Stuͤcken, ſind die 1586. zu Ba 0Thomas Guarin herausgegebnen bibliſchen Hiſtorien: welche von allen Kennern imenn nützliches Werk für angehende Maler geachtet wurden. Als Sandratt 1 0Jahr 1637. mit Rubens auf einer ſogenannten Treckſchuͤte auf der Fahrt von 2. 15nach Amſterdam befand, und dies Buch in Haͤnden hatte, verſicherte Ruben 11daß er in ſeiner Jugend fleißig darnach gezeichnet. Ferner gab er allerley Sinnbile,von eigner Erfindung unter dem Titel: Icones affabrae 1591. zu Strasburg e 5dachtem Jobio heraus. Unter ſeinen Gemälden, war ein Marcus Curtius zu Dauterhausen an der Wand gemalt, beruͤhmt: Er war ſo hervorragend, und mit ſo 7 15Haltung gemacht, daß es ſchien, als wollte er auf die vorbeygehenden mit ſeiPferde hinab ſpringen.

Tobias Stimmer hatte einen ältern Bruder Abel, der ein beruͤhmter Glueler war. Der juͤngſte, Johann Chriſtoph, brachte viel von des Tobias Zeichgen, als die kleinen bibliſchen Figuren, den Joſephus, die Sinnbilder, in Holz. ſtote, die wegen der darinn gezeichneten Kunſt hochgeſchaͤtzt wurden. Johann Chr! war