und zwanzig andre Ruͤnſtler. 243
war 1552. gebohren, wie aus ſeinen ſelbſt in Holz geſchnittenen Bildniſſe vom Jahr1374. erhellet.
62. Johann Conrad Geyger.Johann Conrad Geyger war im Jahr 1597. zu Zuͤrch gebohren. Er erfand die PegKun mit Oelfarben auf Glas zu malen, und verfertigte auf dieſe Art viele Trink-geſchirre und Spiegel, welche an die Hoͤfe verſchickt wurden. Er nahm die ganze0 Ngenoſſenſchaft Zuͤrch auf, welche Conrad Meyer nach ſeiner Zeichnung in Kupferachte, und machte auch von den angraͤnzenden Laͤndern eben dergleichen Karten, diedem Rathhauſe zu Zürch zu ſehen ſind.
63. Joſeph Flepp. 1
Joſeph Flepp, oder wie ihn Fuͤßli nennt, Plepp, war ein guter Portraͤt unſruchtnaler zu Bern und hatte bey Daniel Heinz gelernt. Seine Werke wurden ge-f. Er beſaß uͤber dieſes auch viel Geſchicklichkeit in der Baukunſt, im Feldmeſ-n und in der Perſpektiv. Er beſchloß ſein Leben im Jahr 1641.
64. Dieterich Meyer. 555Dieterich(nach dem Fuͤßli Theodor) Meyer erblickte die Welt 1877. zu Zürch. Alen5 war ein nber Bier doch verfertigte er auch andre Gegenſtaͤnde, beſon-85 auf Glas. Vornamlich verdient er aber als der Erfinder des Eßgrundes bemerkternderden. Nach dieſer neuen Art hat er ſein eignes Bildniß, viele Jagden, Bau-um dite und das Zuͤrcher Wappenbuch herausgegeben. Matthaͤus Merian giengeit leſe Kunſt zu erlernen, nach Zuͤrch, und widmete lhm nachgehends aus Dankbar-Rache en Theil ſeiner hiſtoriſchen Chronik. Meyer ſtarb als Mitglied des kleinenhs von Zuͤrch im Jahr 1658.
65. Rudolph Meyer.dad gg Rudolph Meyer, Dieterichs Sohn, gebohren 1605, legte ſich inſonderheit aufſtez ſadiren, und arbeitete fleißig fuͤr Matthaͤus Merian zu Frankfurt. Sein vornehm-beſteder iſt Mureri Helvetia ſancta, wozu er die Platten nach Aſpers Zeichnungenwude. Er machte auch 26. Zeichnungen zu einem Todtentanze, welche ſeinund er Conrad in Kupfer heraus gab. Der Tod raffte ihn zu fruͤhe fuͤr die Kunſt,in der beſten Bluͤthe, naͤmlich im Jahr 1638. weg.
66. H. J. Meyer. 1Hans Jacob Meyer, Rudolphs juͤngſter Bruder, erwaͤhlte das GoldſchmiedsAnme, und brachte es weit in ſeiner Kunſt. Im 56. Jahre wahlte man ihn zumgüede des groſſen Raths in Zuͤrch.
67. Conrad Meyer.
Conrad Meyer, der dritte Bruder, wurde ſeinem Vater Dieterich im Jahr 1618. Platte
Wuchnen, und nachdem er die Kunſt bey ihm erlernet hatte, ein geſchickter Maler und 2 5
eine ſereter. Wenig Kuͤnſtler haben es ihm am Fleiſſe nachgethan. Er verfertigte
liche Heage von Bildniſſen, die ungemein ahnlich waren, ſo viele geiſtliche und welt-
Leb Hiſtorien, Landſchaften und dergleichen, als manche Maler in ihrem ganzen
haft licht zu Stande gebracht haben. Gleichwol war dieſes beynahe ſeine geringſte Be-
adtagung, denn er hat ganze Baͤnde voll Kupferſtiche geliefert; Inſonderheit einen
bilde entanz von vielen Blättern, Bildniſſe, geiſtliche und weltliche Hiſtorien, Sinn-r, und ſo weiter worinn die Erfindung n von Kennern geſchaͤtzt*
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