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Siebender Band.
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342 Kap. 21. Von Carl von Mander,

darinn, indem er ſich oft aus Fluͤchtigkeit vernachlaͤſſigt. Von ſeinen uͤbrigenbensumſtaͤnden iſt nichts bekannt.

245. Georg Bachmann.

Georg Bachmann ſtund als ein guter Kuͤnſtler um die Mitte des ſiebenzehntenJahrhunderts zu Wien in Anſehen. Man ſiehet in den daſigen Kirchen viele Al 115dlaͤtter von ihm, darinn die Ausfuhrung und das Kolorit zu loben iſt. Der hei 0Auguſtin mit den Engeln in der Schottenkirche, iſt eines der vornehmſten. Bachmaceſchrenkte ſich nicht blos auf groſſe hiſtoriſche Bilder ein, ſondern malte auch Büldniſſ

mit vielem Beyfall. Er ſtarb zu Wien im Jahr 1651.

246. Tobias Poch.

Tobias Poch aus Koſtnitz, wurde ein geſchickter Hiſtorienmaler, ob man gleichſeinen Meiſter nicht angeben kann. Beweiſe ſeiner Kunſt trift man in der viſchöftchg,Kirche ſeiner Vaterſtadt an, die meiſten und beſten Proben hat er aber in Wien al.gelegt. Das hohe Altarblatt in der Stephanskirche, welches die Marter dieſes Heisligen vorſtellt, zeigt einen Meiſter, der die Zeichnung und richtige Stellung 05Figuren verſtanden, und gut mit dem Pinſel umzugehen gewußt hat. Man ſieht 15ner in der Schottenkirche einen heiligen Sebaſtian, und viele Zierathen auf naſſel

Kalk, andrer Kirchengemaͤlde nicht zu gedenken.

247. Paul Poch. 5Paul Poch, des vorigen Bruder, legte ſich inſonderheit auf ArchitektonſſchZierathen; gieng mit ſeinem Bruder nach Wien, und malte daſelbſt viele theatreſche Scenen und Verzierungen. Er gieng zulezt in den Jeſuiterorden.

248. N. N. Poch.

N. N. Poch, der dritte von dieſen Bruͤdern, wurde ein tuͤchtiger Bildhauerund gieng zu ſeinen beyden Bruͤdern nach Wien, wo er unter andern die Bildhallarbeit an den hohen Altar der Stephanskirche in ſchwarzen und weiſſen Marmot defertigt hat. Ein Werk das ſeinen Meiſter lobt. Er war zugleich ein erfahrnelBaumeiſter, welcher viele Gebaͤude in Wien aufgefuͤhrt hat.

249. Nicolaus von Hoje. fbey ei-

Nicolaus von Hoje war aus Antwerpen gebuͤrtig, lernte die Malerennem nicht bekannten Meiſter, und gieng darauf, um ſich in der Kunſt vollkomnel, 10machen, nach Italien. Nach Abſterben des oben unter der Nummer 243. beschrieb,nen Meiſters, Franz Leux, trat er als Hofmaler in kayſerliche Dienſte. In ſeinen Nſtoriſchen Gemälden zeigt ſich eine richtige Zeichnung, und ein angenehmes Koloril.

Er malte auch Bildniſſe und lebte noch um das Jahr 1670.

250. Johann Oſſenbeck.

Johann oder Joſias Oſſenbeck, war aus Rotterdam gebuͤrtig, und bike ſcheinige Jahre mit vorgemeldetem Hoje in Italien auf. Das meiſte von ſeiner Arbeiſt in dieſem Lande geblieben. Er verliebte ſich in des Bambotz oder Peker von Laß.Manier, und malte Landschaften mit Figuren, Thieren, und Pferden. Manbeneenin allen, daß er zu Rom ſtudirt hat; bald ſieht man Ruine, von Tempeln, Waſſerleitundoder andere Monumente, bald Grotten, Waſſerfaͤlle, und dergleichen Neben werke fdurch die Landschaften eine reizende Abwechſelung erhalten. Er verfertigte aug ge-Jahrmaͤrkte, Reitbahnen und andere laͤndliche Seenen, darinn er ſeine geiſtreich 17

malten Figuren und Thiere anbrachte. Seine Gemaͤlde ſind gut gezeichnet/ genehm

Le-