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Siebender Band.
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und vier und zwanzig andern Kuͤnſtlern. 341

VIII. und viele Kardinaͤle abbilden. Man brauchte ihn zum Medaillenſchneiden, weil

er ein groſſer Meiſter darinn war. Er brachte ſich uͤberhaupt ſowohl in dieſer Stadt

als auch zu Venedig durch ſeine kuͤnſtlichen halbe und ganz erhobnen Arbeiten, in Stahl,

Kupfer, Gold und Silber, in groſſen Ruf. Weil er zu frey im Reden geweſen, zog

Man ihn fuͤr das Inquiſitionsgericht, bey welcher Gelegenheit er faſt um ſein ganzesermoͤgen, das durch langen Fleiß betraͤchtlich geworden, gebracht ward.

241. Matthias Kager.

Matthias Kager aus Muͤnchen gebuͤrtig, ein guter Maler und Baumeiſter,der ſich eine Zeitlang in Italien aufhielte, und darauf als Hofmaler in die Dienſtedes Churfürſten von Bayern trat. Die Sadeler haben nach ihm geſtochen.

r verließ den Bayriſchen Hof aus unbekannten Urſachen, und ließ ſich zu Augſpurgnieder, wo er verſchiedene oͤffentliche Gemaͤlde in den Kirchen als Beweiſe ſeiner Ge-chicklichkeit verfertigte, und als Mitglied des Stadtrechtes ſtarb. Descamps,und aus ihm Fuͤßli, machen ihn zu einem gebohrnen Augſpurger, dawider aber ſeine

rabſchrift ſtreitet.Heic Matthæi Kageri domo Monacenſis, Reipubl. Auguſt. Pictoris, quemnobilis& docti manus& tabulæ loquantur, pii Manes ſiti. Vixit Anno Chriſti

MDLXVI.

242. Johann Fiſcher.

Johann Fiſcher war 1580. zu Augſpurg gebohren, und anfangs ein geſchickterGoldſchmied, begab ſich aber aus groſſer Neigung zur Malerey nach Prag in die da-ige Akademie, und von da nach erlernten Grundregeln nach Italien, wo er ſich durch

eiſſiges Studiren nach den Antiken und den beſten Meiſtern eine gute Manier bildete.

ach der Zuruͤckkunft malte er in ſeinem Vaterlande mit einer kraͤftigen dauerhaftenManier auf naſſem Kalk, viele Werke, die ſeinem Pinſel Ehre machten. Er ſtarbendlich 1643. im 63. Jahre, und hinterließ eine kuͤnſtliche Tochter, und einen Enkel,von denen unten mehr vorkommen wird.

243. Franz Leux.

Franz Leux ein gebohrner Antwerper, nahm in der Schule des Rubens einlebhaftes Kolorit, und eine feſte Hand an, und uͤbte ſich einige Jahre in Italien nachen Antiken in der Zeichnung. Der Ruf dieſes Kuͤnſtlers, und einige Proben ſeinerzeſchicklichkeit, bewogen den Kayſer Ferdinand ihn in ſeine Dienſte zu nehmen. Iniſtoriſchen Werken hat er ſich wenig gezeigt, deſto mehr aber in Bildniſſen, die ineiner ſchoͤnen Manier und ſehr ahnlich gemalt waren, die meiſten verfertigte er in Le-ensgroͤſſe. Leux hat deren eine unzaͤhlige Menge ſowohl fuͤr den Kayſer ſelbſt, alsür die Churfuͤrſtlichen Hoͤfe, und andre Standesperſonen geliefert. Er wurde Auf-cher der kayſerlichen Kunſtſammlung, und ſtarb in dieſer Bedienung. Man weißtr. Jahr ſeines Todes nicht, er hinterließ aber zween Soͤhne, die in ſeine Fußſtapfen

raten und auch Bildniſſe malten.

244. Chriſtian Steinmuͤller.Cͤhriſtian Steinmuͤller, eines Goldſchmieds Sohn aus Augſpurg, legte ſich mitbilem Fleiß auf die Zeichenkunſt, reiſte nach Rom, und trieb die Malerey daſelbſtit ſolchem Beyfall, daß er nach einigen Jahren wieder in ſein Vaterland zuruͤckbe-rufen ward. Er nahm ſeinen Weg uͤber Wien, und verfertigte in dieſer Stadt ver-chiedene Werke. Seine Arbeiten verrahten allemal einen geuͤbten Meiſter von gu-er Erfindung und Anordnung, allein 5 beobachtet gleichwol eine.u 3

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