und ein und zwanzig andern Kuͤnſtlern. 363
289. Georg Chriſtoph Eimart.Georg Chriſtoph Eimart, war im Jahr 1603. in Regenſpurg geboren, undwurde ein geſchickter Miniaturmaler, der aber auch nicht nur Bildniſſe, ſondern auchandſchaften, und Kuͤchenſtuͤcke in Oel malte. Er war zugleich ein guter Architekt,ie denn ſeine Ehrenpforte mit vielen emblematiſchen Figuren, welche er zum Ein-ng Ferdinand des IV. errichten mußte, einen durchgaͤngigen Beyfall erhielt. Erarb 1663. und hinterließ einen Sohn, welcher 1638. zu Regenſpurg geboren war,imd auch Georg Chriſtoph hieß. Dieſer malte Blumen und Voͤgel, ſtach und radirteb Kupfer, arbeitete in Email, und ſtarb 1705. Seine Tochter Maria Clara, wel-e 1676. geboren war, auch Blumen und Voͤgel malte, und einige antike Figurenetzt hatte, ſtarb zwey Jahre nach ihm.
200. Johann Aſper.
Johann Aſper war 1499. in Zuͤrch geboren, und ein Zeitgenoſſe des bekanntenſdobbens, ſeine Bildniſſe ſind in einer dem leztern ſo ahnlichen Manier, daß ſie oftur Holbeins Arbeit ausgegeben werden. Er malte den beruͤhmten Gottesgelehrten
winglius nebſt ſeiner Familie, und viele Bildniſſe, wovon noch verſchiedene in Zuͤrchanzutreffen ſind. An dem zuͤrcher Rathhauſe malte er die zwoͤlf Monate, und in dem-alben das Stadtwapen, welches noch daſelbſt zu ſehen iſt. Es wurde ihm zu Ehreneine ſilberne Muͤnze gepraͤgt, die auf einer Seite ſein Bildniß mit der Jahrzahl Ao.
540. æt. 41. und auf dem Revers einen Todtenkopf zeigt, mit den alten Reimen:
Sieh wer du biſtUngwiß die StundRedt Gottes Mund.
Er ſtarb im Jahr 1571.
291. Gotthard Ringli.
Gotthard Ringli ein Maler, und inſonderheit ein vortreflicher Zeichner vonJuͤrch geboren im Jahr 1575. In Bern ſieht man von ſeiner Hand drey groſſe Ge-mälde auf dem Rathhauſe, welche die Erbauung dieſer Stadt vorſtellen. In Zürchaner Vaterſtadt, ſind auch Stuͤcke von ihm anzutreffen. Dieſer Kuͤnſtler wird haupt-achlich wegen ſeiner Zeichnungen geſchaͤzt, worinn er ſich als einen groſſen Meiſterleigt. Man hat auch artige radirte Blaͤtter von ihm. Er ſtarb im Jahr 1635.
292. Samuel. e de
Samuel Hofmann eines Predigers Sohn 1592. zu Zuͤrch geboren, lernte an-
fangs bey e Ringli gen bu in die Niederlande, wo er in Rubenschule ein beruͤhmter Maler ward. Er verfertigte Bildniſſe, hiſtoriſche Gemaͤlde,und Kuͤchenſtuͤcke, und ſuchte bey ſeinem Gemälde der Natur ſo viel moͤglich nachzu-Amen, daher er faſt alles nach dem Leben malte. Er kopirte manche von Rubensupferſtichen, malte aber das nackende darinn, desgleichen die Hande und Fuſſſenach dem Leben. Er muſte viele damals lebende Fuͤrſten abmalen, weil er die Aehn-lichkeit ſehr gluͤcklich zu treffen wußte. Er hat viel in ſeiner Vaterſtadt, und in Am-erdam, wo er ſich eine Zeitlang aufhielte, gemalt, zulezt ließ er ſich in Frankfurt 05er, wo er auch im Jahr 1649. ſtarb. Seine Tochter Magdalena, malte auch 25iſſe, inſonderheit aber Blumen. Sie lebte meiſtens in Amſterdam, und ſtarb da—
ſelbſt nach dem Jahr 1671.
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