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Siebender Band.
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362
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Platte1. P.

362 Kap. 23. Von Claudius Gelee, oder Lorrain,

tete mit einer ſchoͤnen Manier, und groſſer Geſchwindigkeit: fiel aber in ein liederli-ches Leben, das ihn an der Arbeit hinderte. Er ſtarb 1705. zu Rom. Philipp zeug?te wieder zweene Soͤhne, den Joſeph, welcher mit vielem Ruhm zu Neapel gelebt, ungearbeitet hat, und den Gaetanus, welcher ſich zu Wien niederließ. Daſelbſt ward ihmJoſeph Roos im Jahr 1728. geboren, welcher in ſeiner Voraͤltern Fußſtapfen tral.Er haͤlt ſich gegenwaͤrtig als Mitglied der neuerrichteten Malerakademie zu Dresdenauf. Von ſeiner ſchoͤnen Manier in Thierſtuͤcken ſiehe den Herrn von Hagedorn inſeinen Eclairciſſemens. S. 342.

286. Johann Philipp Lembke.

Johann Philipp Lembke war zu Nuͤrnberg 1631. geboren, und lernte die Ma-lerey bey Weyern und Strauch, ein paar unbekannten Meiſtern. Die ManierenSchlachtenmalers Bourguignon und Peter von Laar gefielen ihm vorzuͤglich, daher cſolchen nachzuahmen ſuchte. Er malte kriegeriſche Scenen, Scharmuͤtzel, Schlach-ten, Belagerungen, Maͤrſche, Pluͤnderungen, Jagden, worinn man viel Feuer 555Erfindung, und eine gute Abwechſelung in den Stellungen beobachtet. Lembke 5hielt einen Ruf an den ſchwediſchen Hof, wo er ſich uͤber dreißig Jahre aufgehalten hat. Er ſtarb zu Stokholm im Jahr 1713. Sein Bildniß zeigt die Platte P.“

1. Anhang

287. Hans Scheufelein.rlig/

8 Scheufelein, ein zu ſeiner Zeit beruͤhmter Kuͤnſtler, aus Noͤrdlingen gebütewelcher vermuthlich ein Schüler von Albert Duͤrer geweſen, weil ſeine Manſo viel aͤhnliches, zumal die Holzſchnitte, mit dieſem hat, daß man ſich leicht darin 1ren kann. Man glaubt, daß er in Nürnberg gewohnt habe. In Noͤrdlingen Jaa;man eine Abnehmung vom Creuze auf einem Alkar, und auf dem Rathhauſe die Be.gerung der Stadt Bethulia, auf naſſem Kalk von ihm gemalt. Die Arbeit in dem 4ten Stuͤcke iſt zu loben; der Maler hat ſich aber wenig um das Coſtum bekümme geund den laͤcherlichen Fehler begangen, die Soldaten nach damaliger teutſcher Traczu kleiden, und die Feſtung mit Kanonen beſchieſſen zu laſſen. Seine Zeichnungen!.der Feder und Kreyde haben ſo viel aͤhnliches mit Albert Duͤrer, daß ſie von eineHand gemacht zu ſeyn ſcheinen. Sein Zeichen war H. S.

288. Georg Strauch.h af

Georg Strauch war im Jahr 1613. zu Nuͤrnberg geboren. Er legte ſi 50 idas Malen, mit Oel und Waſſerfarben, und auf das emailliren. Er aͤtzte auchKupfer, ſtach in Silber allerley Grotesken, Landſchaften und Hiſtorien. Seine Al

wurde ſehr hoch gehalten. Er ſtarb 1675. eorg

289. G(a) Anmerkung. Sandrart hat nach den Lebensbeſchreibungen der Kuͤnſtler, eine Zugabe und 4einen Anhang von einigen ausgelaſſenen Kuͤnſtlern hinzugeſezt. Wir haben ſolche nicht 1 5einſchalten koͤnnen, um nicht die Nummern oder Artikel der alten Ausgabe zu unterbrecz,Da in der Zugabe und dem Anhange alle Arten von Kuͤnſtler untereinander geworfer 990ſo werden wir ſolche abſondern, und zum 23. 24. und 25. Kapittel jedesmal einen iAnhang machen, damit die Maler, Kupferſtecher und Bildhauer von einander abgeſon ittund an den ihnen zukommenden Ort gebracht werden. Was von Domenichino vorkommt/ 5bereits oben bey ſeiner Lebensbeſchreibung beygebracht worden: Man koͤnnte dieſe Anzab rKuͤnſtler um ein groſſes vermehren, wir bleiben aber nur bey denen, welche Sandrartwehnt, und bringen keine neue bey.

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