Band 
Siebender Band.
Seite
370
JPEG-Download
 

9 Platte0 k. P.

Platte.

Platte*

370 Kap. 23. Von Claudius Gelee, oder Lorrain,

dieſes ſo zu Gemuͤthe, daß er bald darauf ſtarb. Dies geſchah 1680. in ſeinem b.Jahre. Die Platte P. P. zeigt ſein Bildniß.

321. Johann Baptiſta de Ruel.

Johann Baptiſta de Ruel war ein gebohrner Antwerper. Sein Vater 5merkte viel Neigung zur Malerey bey ihm, und ſchickte ihn deswegen in die Schdes J. Thomas Ipenaer zu Mainz. Er widmete ſich dem Bildnißmalen, und arbaßtete fuͤr verſchiedene teutſche Hofe, hauptſaͤchlich aber zu Maynz, Heydelberg/ unWuͤrzburg, wo er ſich wohnhaft niederließ. Er lebte noch 1670.

322. Bertholet Flamael.

Bertholet Flamael 1614. zu Luͤttich gebohren, lernte anfangs bey Duff eit 1Jordaens, gieng aber nach Rom, wo er einer der beſten Zeichner der niederlaͤndiſchSchule ward, und zugleich ein trefliches Kolorit annahm. Er beobachtete das Co ſchſehr gut, weil er die alten Gebraͤuche verſtund; in ſeinen Zuſammenſetzungen zeigl, 15viel Feuer und Genie. Er verſtund die Baukunſt zugleich, wie denn die Domint 7ner und Kartheuſerkirchen in Luͤttich nach ſeinen Riſſen aufgefuͤhrt ſind. Auf der Nl,reiſe hielt er ſich eine Zeitlang in Paris auf; ſeine Arbeit erhielt ſolchen Beyſaftdaß man ihm vortheilhafte Vorſchlaͤge that, da zu bleiben. Nach ſeiner Zuhauſeklunerhielt er den Beyfall aller Kenner in ſo hohem Grade, daß man ihm den Nahmell en,niederlaͤndiſchen Raphaels gab. Er arbeitete darauf fuͤr viele Kirchen der Niedel nkde, fuͤr den Statthalter derſelben, den Biſchof von Luͤttich, die Koͤnige in Frireich und Schweden. Er ſtarb als Chorherr des pauliniſchen Collegiums in fehttich 1675, und wurde in der Dominikanerkirche, welche er zu Erben eingeſehatte, begraben. Man ſahe ſein Bildniß auf der Platte P. P.

323. Claudius Albertus Sevin.

Claudius Albertus Sevin aus Bruͤſſel, war vornaͤmlich im Miniaturegeſchickt, arbeitete fuͤr den engliſchen und ſchwediſchen Hof, und auch in ſeiner Va ufſtadt. Er gieng im Jahr 1675. nach Rom, arbeitete und ſtarb daſelbſt imfolgenden Jahre. Man hat auch groſſe Altarblaͤtter von ihm, Sandrart erwehnt tteh Ehriſti von ſeiner Hand in Bruͤſſel. Sein Bildniß iſt auf der Pla

1 zu ehen. N

7

324. Johann Georg Wagner.

Johann Georg Wagner im Jahr 1642. zu Nuͤrnberg gebohren, lernte 155Daniel Preißler. Nach einem fuͤnfjaͤhrigen Auffenthalte in Italien malte eſchichte und Bildniſſe, wurde auch ein geſchickter Baumeiſter, wovon er verſchie 0Proben in Heydelberg abgeleget hat. Sowohl an den jetztgedachten Orten, als zu Ochſtadt, hat er das meiſte gearbeitet, und in dem letztern iſt er im Jahr 1686. geſtorbel.

2. Anhang.ir zeigen hier noch zur Erklaͤrung der Koͤpſe auf den drey letzten Platten 088R. K. S. S. die Gelehrten und Kuͤnſtler an, welche zum Theil nicht in der 1deutſchen Ausgabe, ſondern in den lateiniſchen Lebensbeſchreibungen der Kuͤnſtlerhen, welche 1683. zu Nuͤrnberg gedruckt ſind.

325. Galileo Galilei..Die andern Kopfe der Platte O2. Q. ſind bereits angeführt, der einzige Keleo Galilei iſt noch uͤbrig. Dieſer gehoͤrt zwar nicht unter die Kuͤnſtler, ſondern rost