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Siebender Band.
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und ein und zwanzig andern Kuͤnſtlern. 369

uc Teutſchland gethan, und allenthalben viel Bildniſſe gemalt hatte, inſonderheit bey10 gegenheit der Vollziehung des Weſtphäliſchen Friedens, ſo ließ er ſich für beſtändigf ürnberg nieder, wo man in der Sebalds⸗ und andern Kirchen verſchiedne hiſtori—Kü Gemaͤlde von ſeiner Hand ſieht. Die Familie der Preisler hat viel vortreflichemunſtler geliefert, deren einige noch(1771.) am Leben ſind. Johann Daniel, 1666.ch resden gebohren, lernte zu Nuͤrnberg bey Johann Murrer, und ward ein ge-ickter Zeichner. Er gab ein nuͤtzliches Zeichenbuch heraus, ſtarb 1737. und hinterließuſſer einer Tochter Helena, die ſich im Kupferſtechen hervorthat, und den Portraͤt-r Ording heyrathete, folgende vier Soͤhne. Georg Martin, gebohren 1700,ſto geſchickter Kupferſtecher, welcher Bildniſſe, antike Statuen in Dresden, und hi-fe e Blaͤtter ſtach, und 1754. ſtarb. Johann Juſtin, gebohren 1698, lernte beymem Vater, hielte ſich acht Jahre in Italien auf, und ward ein guter Geſchicht-cler. Johann Martin, gebohren 1715. lernte ben ſeinem Vater, und dem BruderUla Martin. Er wurde ein vortrefficher Kupferſtecher, wie ſich aus ſeinem erſtenlatte von David und Abigail nach Guido Reni zeiget. Im Jahr 1739. gieng er nacharis, verfertigte daſelbſt ſchoͤne Stuͤcke unter ſeinem eignen und der Verleger Nah-n, und ward 1744. als Profeſſor der Kunſtakademie nach Kopenhagen berufen.alentin Daniel, gebohren 1717, wollte ſich Anfangs den Wiſſenſchaftrn widmen,gte ſich aber nachgehends auf die ſchwarze Kunſt. Er hat in dieſer Art ſchoͤne Blaͤt-er nach den Gemälden der koͤniglichen Gallerie in Kopenhagen geliefert.

319. Nicolaus Gasner. 0

brach,, Nicolaus Gasner war von angeſehenen Eltern in Frankfurt gebohren, und 1dachte es in den Wiſſenſchaften ziemlich weit, zugleich legte er ſich aber auch auf das0 miaturmalen, und verfertigte inſonderheit ſchoͤne Landſchaften, wovon Sandrart 12 en Zeitgenoße er war) die zwoͤlf Monate im kaiſerlichen Kabinet zu Wien anfuͤhrt. eelles was die Natur einem jeden Monate eignes giebt, war darinn ſehr kuͤnſtlich vor⸗ 1geſtellt. Gasner arbeitete auch fuͤr die Höfe zu Kopenhagen, Dresden und Kaſſel. 0

320. Peter Lely. 0eigene, Peter Lelh war 161g. zn Soeſt in Weſtphalen gebohren. Sein Vater hieß pu

gentlich von der Faes, bekam aber, weil er im Haag in einem Hauſe, das eine Lilie„.. Zeichen hatte, gebohren war, den Beynahmen von der Lilie, oder Lely. Seinſtohn kam in die Schule des Peter Grebber zu Harlem, den er in einigen Jahrenertraf. Anfangs malte Lely mit artigen Figuren gezierte Landſchaſten und hiſtori-ſche Stuͤcke. Weil er aber ſahe, daß das Bildnißmalen mehr einbrachte, legte er ſichnul ſolchem Eifer darauf, daß er nach van Dycks im Jahr 1641, erfolgtem Tode, ei-5 der beten Bildnißmaler ward. Er gieng nach England, und erwarb ſich gar bald

in groſſes Anſehen.

Koͤnig Karl II. machte den Kuͤnſtler zum Ritter und Kammerherrn, nebſt einem eeGehalt* Sue, und unterhielte ſich oft mit ihm von der Malerey. Lely 0 110ige eine zahlreiche Sammlung von Malereyen und Zeichnungen an, welche ihm Gele⸗ 00heit gab nach groſſen Meiſtern zu ſtudiren, und ſich eine vortreſliche Manier zu er-

erben. Seine Koͤpfe ſind gefaͤlig, die Stellungen der Figuren wohl gewähltabwechſelnd; ſeine Gewaͤnder ſind natuͤrlich und mit Geſchmack geworfen. Erarbeitete hurtig, mit einer leichten Hand, und kam dem van Dyck im Kolorit ſehrg e. Weil er viel Geld verdiente, ſo lebte er auf einen groſſen Fuß. Als Kneller eanfieng im Jahr 1676. bekannt zu werden, und etwas in die Mode zu kommen, wur⸗ ee dely eiferfüchtig, ob er jenem gleich in der Kunſt weit überlegen war. Er 5 155 0l. Sauptth. VII. Band. Aaa ieſe

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