392 Rap 25. Von ein und vierzig teutſchen.
gen 1511. gebohren. Peter de Jode, iſt der beruͤhmteſte unter allen.zu Antwerpen 1602. gebohren, und lernteGolzius. Er hielte ſich eine zeitl
ſeine Vaterſtadt zuruͤck, wo erte L. L. zu ſehen.
Er waldie Kupferſtecherkunſt bey Heinrich
ang in Rom auf, und kehrte darauf wieder in1634. ſtarb. a öSweertius(Athenae Batavae. Antvv. 1628. fol.) haͤlt die-
Sein Bildniß iſt auf der Plat-
ſen Peter de Jode fuͤr des obgedachten Cornelius Bruder, wie Fuͤßli im Kuͤnſtler-
lexicon anmerkt, dem zufolge muͤßte das Geburtsjahrindem der groſſe Unterſchied des Alters dieſenelius Grabſchrift, in welcher des Vaters
dieſes Peters falſch geſetzt ſeyl,r zwey Bruͤder, vornaͤmlich aber des Cor-nicht gedacht wird, der doch 1600. noth-
wendig noch muͤßte gelebt haben, die Sache unwahrſcheinlich macht. Peter de Jodkhatte einen Sohn gleiches Nahmens, der ſich in der Kunſt einen beruͤhmten Nahmenmachte. Beyde Vater und Sohn haben fuͤrtrefliche Blatter nach Rubens und van
Dyck geſtochen. Man rechnet ihre Kupferſtiche nach dieſen und ande
rn Meiſtern auf
373. Blatter. Gerhard de Jode, nannte ſich auf lateiniſch Judas, weil ſein Nahmeim Hollaͤndiſchen ſo viel als Jude bedeutet, ſiehe Chriſt. Monogrammata S. 190.
und 194.
10. Heinrich Bols wert.
Heinrich Bolswert, ein Frie
niederließ. Es gibt noch mehrere
slaͤnder von Geburt, der ſich aber in AntwerpenMeiſter dieſes Nahmens, als Adam BolswertBoethius, und endlich Schelde von Bolswert.da gleichwohl Schelde alle andern uͤbertraf,
Sandrart gedenkt dieſer drey nicht,und einer der groͤßten Kupferſtecher war
welche jemals gelebet haben. Seine Blatter nach Rubens ſind Meiſterſtuͤcke, und
von den ſchoͤnſten, welche nach dieſem beruͤhmten Maler geſtochen worden.
Die
Werke der ſaͤmmtlichen Volswert werden auf 270. Blaͤtter gerechnet.
II. Hondius.Der Nahme Hondius iſt in der Künſtler Geſchichte ſehr bekannt. Abraham
war ein Maler von Jagden, Nachtſtuͤcken, und Thie
rgefechten. Er gehoͤrt eigentlich als
Maler nicht hieher, aber drey andre waren Kupferſtecher. Wilhelm lebte um das Jahl1650, arbeitete zu Danzig und im Haag, und ſtach meiſtens Bildniſſe nach van Dyckund Schulz. Jodocus war ein Geograph und Kupferſtecher, zu Wackerna einem Fle-cken in Flandern 1565 gebohren. Er ſtach ohne Unterweiſung in Kupfer und Elſen-
bein, und goß ſchoͤne Buchſtaben fuͤr die Buchdrucker.Heinrich Hondius, der allein beym Sandrart vorkommt,chen Familie in Braband zu Duffel gebohren.hann Wiercx. Er beſaß viel Geſchicklichkeit in der Maletiv, Architektur und Kriegsbaukunſt. Sein Aufe
Er ſtarb 1611. zu Gent-war 1873. aus einer adeli-Das Kupferſtechen lernte er bey Jo-rey, Mathematik, Perſpek-nthalt war in Leyden und Haag/
wo er fuͤr den Prinzen von Oranien viel arbeitete.12. Lukas Vorſtermann.
Lukas Vorſtermann, ein Antwerper,
das Zeichnen, und legte ſich darauf,chen. Er hat auch meiſtens nach di
orſtermanns
widmete ſich anfangs den Studien, lerntenach dem Rath des Rubens, auf das Kupferſte-eſes Meiſters Gemaͤlden gearbeitet, und vortre-fliche Blatter geliefert, wovon wir nur derdes Falls der boͤſen Engel gedenken. V
Anbetung der heiligen drey Koͤnige, undManier zu ſtechen iſt vortrefſich,
anfangs ſuchte er blos die Kunſt in langen zierlich eingeſchnittenen Strichen, Rubens
gab ihm aber den Rath, mehr auf den Ausdruck der 9
Manier des Malers zu ſehen, wel—
ches er auch tas, Je durch genaue Beobachtung des Lichts und Schattens, de,Widerſcheine und Mitteltinten, ſchön gerundete Figuren, und eine Haltung gerenbrachte, die der Manier von Rubens ſehr gleich kam. Er druckt in ſeinen Wa