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und niederlaͤndiſchen Kupferſtechern. 393

ſo viel aus, als ein Maler mit ſchwarz und weiß nur thun kann, welches ihm denBeynahmen des Malers mit dem Grabſtichel zuwege brachte. Sein Bildniß zeigtdie Platte L. I. Er hatte einen Sohn der auch Lukas hieß, und des Vaters Geſchick—lichkeit erbte. Die Anzahl der Blatter, welche die beyden Vorſtermanns gelieferthaben, wird auf 144. geſchatzt.

13. Michael le Blon.

Michael le Blon war in Frankfurt gebohren, ſeine Eltern hatten ſich bey denUnruhen und langwierigen Kriegen von Mons in den Niederlanden wegbegeben, undm jetztgedachter Reichsſtadt ihre Zuflucht geſucht. Le Blon lernte das GoldſchmiedeHandwerk, und als er dabey mit dem Grabſtichel umgehen mußte, bekam er Luſtzum Kupferſtechen. Im Jahr 1626. gab er ein Buch mit allerley Verzierungen,

aubwerk, Wapenhelmen, Hiſtorien und dergleichen zum Behuf der Goldſchmiedeheraus. Weil er auſſer ſeiner Kunſt auch viele andre Talente, inſonderheit in der Be-redſamkeit beſaß, ſo wurde er als ſchwediſcher Agent am engliſchen und an andern Hoͤ-en gebraucht. Zuletzt ließ er ſich in Amſterdam nieder, wo er auch im Jahr 1656.arb. Sein Bildniß zeigt die Platte K. K.14. Kilian.

Die beyden Brüder, Lukas und Wolfgang Kilian, ſind die erſten guten Kupfer-ſtecher, welche der Stadt Augſpurg Ehre gemacht haben. Lucas uͤbertraf ſeinen Bru-er weit, und wurde zu ſeiner Zeit nach Egidius Sadeler, von dem wir bereits geredethaben, für den beſten Kupferſtecher gehalten. Er hat viele Sachen, theils Bildniſſe,theils geiſtliche und weltliche hiſtoriſche Blaͤtter verfertiget, weil er eine hurtige aberauch zugleich dreiſte und feſte Hand hatte. Inſonderheit werden ſeine Bildniſſe hoch-geſchätzt. Er ſtarb 1636. Sein Bildniß findet man auf der Platte L.. I. Wolfganglebte aber noch im Jahr 1658. Ein Verzeichniß ſeiner zahlreichen Blatter zu geben,

are viel zu weitlauftig. Unter den vielen Portraͤts hoher Haͤupter, Churfuͤrſten unduͤrſten des Reichs, gedenken wir vornaͤmlich des vom Kaiſer Ferdinand III. zu Pfer-ez und unter den hiſtoriſchen Blattern eines Proſerpinenraubs, und des Brunnens zuügſpurg. Die Blaͤtter dieſer beyden Bruͤder werden auf 324. Stuͤck gerechnet.

Dem obgedachten Wolfgang wurde 1628. zu Augſpurg ein Sohn, nahmensPhilipp, und noch ein zweyter, nahmens Bartholomdus, gebohren. Beyde wurdengute Kupferſtecher, zumal der letztere. Philipp verfertigte eine groſſe Menge Bild-niſſe, worunter wir das vom Kaiſer Leopold J. und dem römiſchen Könige Joſeph zu

ferde anfuͤhrenz der Kuͤnſtler hat den Einfall gehabt, ſie in bolliger Statur und Le-eansgröſſe zu ſtechen. Er lebte noch um das Jahr 1000. Auſſer dieſen vier Kilians. es noch drey andere aus dieſem 1 11 1 7 ge-nacht: naͤmli rg Kilian, Wolfgang Philipp, 34. g ge-ohren„ 1 Shag en Preuſſen ſtarb; und Philipp Andreas, derich auſſer andern Sachen durch eine bekannte Bilderbibel, deren Blaͤtter nach Kupfer-ſtichen und Zeichnungen groſſer Meiſter verfertigt ſind, einen guten Ruhm erworben.Er ſtarb 1759. in ſeiner Vaterſtadt.

15. Matthaͤus Merian.

PlatteK. K.

PlatteL. I.

Matthaͤus Merian war eines Rathsherrn zu Baſel Sohn, und 1593. gebohren plate

Der Vater fuͤhrte ihn zu allen Kenntniſſen an, die einer als Kuͤnſtler braucht, weil

er bey ſeinem Sohn eine groſſe Neigung zum zeichnen und radiren verſpuͤrte. Er lernte N..,

ie letzte Dietrich Mayer, und brachte es innerhalb vier Jahren ſo weit,a 1 7 5 W 1 Meiſter im rabiren wurde, die je gelebet haben, wie die unzehligeMenge von Staͤdten, Proſpekten, Landſchaften, Schlachten, Jagden,*. Sauptth. VII. Band. Odd diſto-

K. K.

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