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PlatteO. O.

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PlatteE. E.

398 Rap. 25. Von ein und vierzig teutſchen

zu ſeegeln, um die Veſtung Tanger nebſt der umliegenden Gegend nach der Nakut ab-zuzeichnen. So fleißig Hollar auch arbeitete, ſo ward ſeine Arbeit bey ſeinen Lebzei-ten doch ſo ſchlecht bezahlt, daß er in Schulden gerieth, und ſich gluͤcklich ſchaͤtzen muſte,ſein Leben 1677. in einem Hauſe zu London, und nicht wie ſeine Glaubiger verlangten/im Gefaͤngniſſe zu beſchlieſſen. Hollar ſetzte meiſtentbeils ſeinen ganzen Nahmen, denOrt wo er jedes Blatt geſtochen, und die Jahrzahl auf ſeine Blaͤtter. Er verſtund nichviel von den Grundſaͤtzen der Malerey, daher ſind ſeine Proſpekte zwar richtig nach der

Katur aber aͤngſtlich, ſteif und flach. Die groſſen Proſpekte ſind als bloſſe Plansanzuſehen, es fehlt ihnen die Haltung. Hollar ſollte bey ſeinen Inſekten, Gefluͤgel,Enten und Schnepfen, desgleichen bey den Muſcheln und Papillons geblieben ſeyn/darinn war er vortreflich, und ſeine Blaͤtter, welche dergleichen Gegenſtaͤnde vor-ſtellig machen, koͤnnen nicht ſchoͤner ſeyn.

29. Sandrart.

Was in dieſem Artickel von Sandrarts Bruders Sohne Jacob von San-drart, und deſſen Sohne, Johann Jacob als Kupferſtechern geſagt werden koͤnnte/finden die Leſer am Ende der Lebensbeſchreibung unſers Joachims von Sandrark/im erſten Bande der Akademie.

30. Richard Lollin.

Richard Collin war in Luxenburg von vornehmen Eltern gebohren, die in ſpaniſchenDienſten ſtunden. Er ſollte ſich anfangs der Gelehrſamkeit widmen, hakte aber ſolcheLuſt zum Zeichnen, daß er ſich in die Malerakademie von Antwerpen begab, uvortreflich nach dem Leben zeichnen lernte. Er legte ſich beynahe ohne allen Unter-richt aufs Kupferſtechen und brachte es weit darinn. Er hat viele Bildniſſe, und hieſtoriſche Blaͤtter von allerley Groͤſſe geſtochen, unter andern auch das Buch der Ritterdes goldnen Vlieſſes. Man ſieht auch verſchiednes von ſeiner Arbeit im vierten Balde dieſer Akademie, worinn er einige Stuͤcke, als den farneſiſchen Hercules diFlora, die Gruppe des Patus und der Arria, und andere mehr geſtochen. SeilBildniß iſt auf der Platte O. O. befindlich.

31. Bartholomaͤus Kilian.

Wir haben die ſaͤmmtlichen Kilian bereits im 14. Artickel dieſes Kapitels angefuhrt. Von dieſem Bartholomäus, der ein Sohn Wolfgangs war, merken wilnoch an, daß er viele groſſe Bildniſſe hoher Potentaten und Gelehrten geſtochen,Man hat auch ſehr viele Theſen und hiſtoriſche Blaͤtter von ihm. In dieſer Akademiehat er auch im ſechſten Bande die Platten E. und J. mit alten Philoſophen geſtochen.Sein Bildniß zeigt die Platte Q. Q.

32. Philipp Kilian.

Philipp Kilian war des vorigen Bruder, und ſeiner iſt ebenfalls am angefühk,ten Orte Erwehnung geſchehen Er hat auch verſchiedne Platten zu dieſer Akademiegeſtochen, als im vierten Bande die Statue des Hercules und der Sybilla Cumana,und in dieſem Bande von den alten Kuͤnſtlern die Platten B. C. D. E. von den italie-niſchen Malern, die Platten M. N. O. P. R. S. T. und von den Teutſchen die PlattenV. X...,

33. Carl Guſtav Ambling.

Carl Guſtav Ambling war aus Muͤnchen gebuͤrtig. Weil er keine Mittel hat-te, und gleichwol groſſe Neigung zum Kupferſtechen beſaß, ſo ſchickte der Churfürſvon Bayern ihn auf ſeine Koſten nach Paris, zu dem beruͤhmten Poilly, wo ſich 195