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Man ersetzte daher das Holz zunächst durch das Gusseisen,welches auch jetzt noch bei Wagenschiebebühnen Anwendung findet.Für Lokomotivbühnen dagegen, sowie überhaupt für schwer belasteteGleiskarren eignet sich das Gusseisen wegen seines geringen Wider-standes gegen , starke Stösse nicht.
In neuester Zeit werden die Schiebebühnen am häufigsten ausSchmiedeeisen konstruirt, welches durch seine ausserordentlicheFestigkeit und Zähigkeit ermöglicht, ohne die Grubentiefe über dasvorschriftsmässige Maximalmass von 500 mm. zu treiben, bei geringerKonstruktionshöhe dem Bühnenkörper doch die nöthige Steifigkeit zugeben.
Aussergewöhnlich schwer belastete, in lebhaftem Betriebe stehendeSchiebebühnen, deren Dienstunfähigkeit zu bedeutenden Betriebsstö-rungen Veranlassung geben könnte, dürfte es sich empfehlen aus Stahlauszuführen.
Ver. deutsch. Eisenb. — § 71. Hölzerne Schiebebühnen sind nur für Wagenzuzulassen. Schiebebühnen für Lokomotiven sollen aus Schmiedeeisen oder Stahlkonstruirt sein.
III. Kapitel.
Die Längsträger.
§ 8. Art der Inanspruchnahme. Durch die feste Verbindungdes Längsträgers mit den Querträgern wird ersterer zu einem kontinuir-
lich über dieganzeLänge derSchiebebühnesich erstrecken-denBalken. (Be-steht derLängs-träger aus ein-
Fig. 6.
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zelnen Stücken ~bc, de in Fig. 6, so bilden die zwischen den Zwillings-querträgern eingelegten und mit denselben ebenfalls fest verbundenenAussteifungsstücke ab, cd, ef (vergl. Fig. 30) die Verlängerungen dergetrennten Balkenstücke, so dass schliesslich wie in Fig. 6 ein zusam-menhängender Balken af gebildet wird.)
Dieser kontinuirliche Balken ruht nun nicht direkt in den festenPunkten A, B, C auf, sondern stützt sich mittelst der Querträger aufdie Enden 1, 2, 3, 4, 5, 6 der Laufradaxen, so dass er z. B. in unsererFigur sich über 5 Oetfnungen ab, bc, cd, de und ef erstreckt.
Hierbei sind die Stützpunkte a, b, c, d, e und f, wie erwähnt,nicht absolut fest, sondern um die Grubenschienen A, B, C drehbar