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letzteren rechnet man auch den sogenannten Ziegellehm (Bau-material von St. Petersburg ) und den Blocklehm, von der grossenZahl darin liegender Irrblöcke (umgewaschenes erratisches Diluvium),die in ihm Vorkommen, so benannt. Darunter kommen feine undgrobe Sande, die Wasser führen, bereits dem Diluvium angehörenund gegen Nord schwach ansteigen.
Hierauf folgt unmittelbar der blaugrüne Thon des Silur. Ander Grenze beider trat bei der Bohrung das erste Steigwasser zuTage. Es enthielt in 10.000 Theilen 1P7 feste Bestandteile, darunter2'6 Theile Chlornatrium oder Kochsalz.
Dieser feine Thon hielt ganz gleichförmig 300 Puss an, dannkam feiner wasserhaltiger Sandstein, der ein zweites Steigwasserlieferte, das 7° R. Temperatur hatte und in 10.000 Theilen 22'8 festeBestandteile enthielt, darunter 18’5 Kochsalz.
Bei der Tiefe von 517 Fuss und später noch bei 525 und540 Fuss drang das dritte heftig emporquellende Steigwasser herauf.
Man bohrte dann fort, bis man den anstehenden Graniterreichte, und zwar in einer Tiefe von 656'7 Fuss.
Derselbe musste mit der Bohrmaschine zermalmt werden, undkam in kantigen Stücken zu Tage. Es war echter Wy bürg erRappaki wwi-Granit.*)
Das Wasser zeigte eine Temperatur von 9'6° R., und enthieltin 10.000 Theilen 395 feste Bestandteile, wovon 31 Theile Koch-salz waren. Es erwies sich hiernach als eine dem Selterwasseroder dem Kreuznacherquell ähnliche Mineralquelle. Dasselbe stiegbis 28 Fuss über den Boden und gab anfangs 294.000 Eimerim Tage.
Helmerson meint, dass dieses Wasser von Norden komme,u. zw. aus der Gegend vom Ladogasee, wo das Silurische nach undnach ansteigend im südlichen Theile Finnlands auskeilt und vomWasser ausgelaugt wird.
Wenden wir noch einen Blick auf die beiden geologischenDurchschnitte durch den Boden von Petersburg , so wird sofort klarwerden, dass, da der unmittelbare Untergrund der Stadt in der Tiefevon 2—3 Klaftern aus durchaus wasserdurchlässigen Materialien,Schotter, grobem und feinem Sand besteht, der von mehr als 40 Fussmächtigen horizontalen alluvialen Thonmassen unterlagert wird, derGesundheitszustand der Stadt gar sehr abhängig ist von den sanitärenVorkehrungen, welche den an und für sich Verunreinigungen