der linken Flanke zu unterliegen. Sobald dieses erfolgte,war nicht allein die kürzeste und bequemste Verbindungs-linie mit dem Magazinpunkt Verdun gewonnen, auchdas hessische Corps, und das des Fürsten Hohcnlohewurden disponible; und Dumouricz, dessen Verpflegungs-linic über Vitry, durch sie abgeschnitten werden konnte,wie dieß mit der über Chalons durch die Hauptarmcegeschehen wäre, wurde gezwungen, seine Stellung ohneSchwerdtschlag zu räumen *). Ohne nach einem wohl-unterrichteten und zuverlässigen Schriftsteller weiter dar-aus einzugehen, was der Herzog dann hätte unternehmenkönnen oder mögen **), scheint so viel gewiß, daß es ihmnicht leicht fehlen konnte, die französische Armee auf demMarsche anzugreifen, wo dann seinem in Disciplin und Ma-növerfähigkeit weit überlegenen Heere der Sieg sicher schien.
Der Prinz von Hohcnlohe war am Nachmittage mitseinem Necognoscirungs-Detachement bereits jenseit Vi-enne le Chateau, als er Befehl erhielt, die Unternehmungabzubrechen, und wie die ganze Armee, rechts abzumar-schiren.
Eine Meldung der Vordertruppen: der Feind scheinesich abzuziehen, hatte den König von Preußen veranlaßt,unmittelbar selbst diese Bewegung zu befehlen, um denFeind entweder im Marsche anzugreifen, oder wenn er
*) Geschichte der vier ersten Feldzüge S. 125—126. Mäf-fen dach s Memoiren I. Bd. S. 71 —7Z.
**) Geschichte der vier ersten Feldzüge S. 126. 127.