100
So wie die Abtheilungen der preußischen Armeenach und nach den Rhein überschritten, wurden sie hin-ter der Lahn in Cantonnirungen verlegt; das Corps desHerb^sM.n. Grafen Kalkreuth rückte nach Herborn, um sich den drei-tausend Hessen-Darmstädtern (sieben Bataillonen, dreiGttss. s M.s. Escadrons) zu nähern, welche Giessen besetzt hielten *).
o. Herb.
Der Landgraf von Hessen-Casscl stand mit seinen Trup-Marb. 34M.PM in und bei Marburg **). Die Ruhe in den Can-
n. Giess. ^
*) Der Landgraf von Hessen-Darmstadt hatte bei Custine's Un-ternehmung gegen Speier, seine Truppen bei Darmstadt zu-sammengezogen, bei dessen Borrücken gegen Mainz, über denMain in die Gegend von Bilbel, am 24sten Oktober aber indie Gegend von Giessen geführt, und sie in diesem Orte con-centrirt, als die Bewegungen des Feindes einen Angriff darauffürchten ließen. Kriegsbegebenheiten S. 25—27.
**) Geschichte der vier ersten Feldzüge S. 213—217. Kriegs-begebenheiten S. 69 — 75. 83 — 86. Das hessencasselsche Corpswar am 4ten November nach Montabauer, am 5ten nach Ober-Hadamar marschirt; an diesem Tage hatte die Avantgarde,welche immer einen Marsch voraus ging, bei Weilburg einGefecht gegen Houchard, was den General Biesenrodt be-stimmte, hier nicht die Lahn zu überschreiten, sondern auf de-ren rechtem Ufer zu bleiben. Das Corps rückte daher am 6tennach Langendornbach, am 7ten nach Herborn, am Sten nachAltcnforst, und erreichte ani folgenden Lage Marburg, wo sichindeß die im Lande zurückgebliebenen Linientruppen, und eineAnzahl Milizbataillone zur Vertheidigung der Grenze ge-sammelt hatten. Geschichte der vier ersten Feldzüge S. -220 — 222 .
»