Band 
Erster Theil.
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Der Feind ließ die lange Zeit, welche ihm zumEntsatz der für beide Theile gleich wichtigen Festung blieb,nicht unbenutzt. Am 6ten Mai vertrieben die Franzosendie bis Rheinzabern und Jockrim vorgeschobenen österreichi-schen Vordertruppen aus beiden Orten; herbeieilende Un-terstützungen stellten indeß das Gefecht bald wieder her,und nöthigten jene zum Rückzüge * *). Custine zum An-führer der Nordarmee ernannt, wollte den Abgang vonseinem bisherigen Commando durch eine glänzende Waf-fenthat verherrlichen, und bestimmte den 17ten Mai zueinem allgemeinen Angriffe, sowohl der Rhein- als Mo-sel-Armee. Houchard sollte mit dieser den Fürsten vonHohenlohe im Rücken anfallen, General Falk mit neunBataillonen und einigen Escadrons aus dem Gebirge indas anweiler Thal vorgehen, und in Gemeinschaft mitder Garnison von Landau das Corps des Herzogs vonBraunschweig beschäftigen, während Custine selbst mitachtundzwanzig Bataillonen, acht Cavalcric-Regimenternüber Rilsheim gegen Wurmser anrückte, und GeneralFerneres vorwärts Lauterburg die ersten dort fallendenSchüsse abwarte, um Rheinzabern anzugreifen. Mit die-sem Plane stand höchst wahrscheinlich der' Versuch in

steigende Truppen zurückgezogen, überließ spater drei Batail-lone im österreichischen Sold, welche zu Wurmsers Armee stie-ßen, und sendete den in englischen Sold genommenen Überrestnach den Niederlanden.

*) lttonitsur p. 590.