Band 
Erster Theil.
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Ob es den Verbündeten mit der Belagerung vonLandau niemals rechter Ernst gewesen, oder man viel-leicht die Hoffnung gehegt, den Platz durch ein bloßesBombardement zu gewinnen, läßt sich nicht entscheiden;gewiß ist nur, daß, als man die Festung in aller Ruhehätte belagern können, die Bedürfnisse dazu gänzlich fehl-ten *). Der Kronprinz von Preußen, welcher den Be-fehl des Blokade-Corps übernommen hatte, ließ in derNacht zum 28sten October vier Batterien vorwärts Nus-dorf, zwei vorwärts Dammheim erbauen, und den Platzbis zum 31sten bewerfen, wo Mangel an Munition vondem Unternehmen abzustehen nöthigte, dessen eigentlicherZweck verfehlt ward, obwohl das Bombardement nichtohne Wirkung blieb; man beschränkte sich darauf, dieFestung einzuschließen, in der Hoffnung, ihre Übergabedurch Mangel an Subsistenzmitteln bewirkt zu sehen.

Auf die Meldung des Fürsten Hohenlohe, daß sichder Feind gegen ihn bedeutend verstärke, hatte der Her-zog am 24sten fünf Bataillone, fünf Escadrons von

*) Wurde di« Belagerung am 15tsn October mit den gehörigenHülfsmitteln begonnen, so ist kaum zu glauben, daß sich derPlatz 70 Tage offener Tranchäe hätte halten können. ImJahre 1704 hatte er eine siebentausend Mann starke, mitAllem wohl versehene Garnison, und capitulirte 69 Tage nacheröffneter TranchSe, wobei noch zu bemerken, daß die Bela-gerer wegen Mangel an mehrerem Nothwendigen, nur lang-sam vorschreiten konnten.