Band 
Siebenter Theil.
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Saalfeld erscheinen*); Prinz Ludwig fand sich dadurchbewogen, die bei Rudolstadt vereinigten Truppen dahinzu führen, da er den Entschluß des Fürsten kannte,die Saale zu überschreiten, und es ihm von überwie-gender Wichtigkeit schien, in dem Punkte Saalfeld diekürzeste Verbindungslinie mit dem General Tauentzienbei Schleitz festzuhalten, und zugleich die Gegner amVordringen im Saalthale zu hindern.

Als die Colonne am lOten Morgens neun Uhrin der Nahe von Saalfeld eintraf**), war das bereitsdort stehende Detaschement südwestlich und nordwestlichdes Orts vertheilt, um die Seitenthäler zu beobachten,welche daselbst ausmünden; es wurde durch drei Esca-

*) Eine ungefähr gleichzeitig erfolgende, wegen ihrer Quellehöchst zuverlässige Benachrichtigung besagte, daß ein fran-zösisches Corps von etwa 20,000 Mann von Coburg ausgegen Saalfeld im Marsche sey.

**) Es wurde hier ein Gefangener eingebracht, welcher aus-sagte: zum Vortrabe eines Corps von 30,000 Mann zu ge-hören, dem der Angriff auf Saalfeld befohlen sey. DerPrinz hielt den Umstand für wichtig genug, um ihn sofortin das Hauptquartier zu melden, ohne jedoch eine Aende-rung in seinen Maßregeln zu treffen. Der Offizier, welcherden bestimmten Befehl des (von dem Marsche nach Saat-feld noch nicht unterrichteten) Fürsten von Hohenlohe über-brachte: in keinem Falle den Feind anzugreifen, und wenndieser eS thue, gegen Orlamünde zurück zu gehen, erreichteden Prinzen gegen 11 Uhr. (Das Gefecht bei Saalfeld.S. 29—31. v. Nässend ach, Denkwürdigkeiten. 11 . 93.Bericht über das Gefecht bei Saatfeld. S. 7. Minerva,Jahrgang 1807. Bd. !. S. 525-529.)