Wider alles Erwarten entzog sich die erste Co-lonne glücklich ihrer schwierigen Lage, und kam ohneGefecht in die zwischen Pockrent und Groß Salitz be-stimmten Quartiere, wahrend die zweite in die Um-
317. 338. 360. 363. 36t. 373. 373. 379 — 382. M<-r>>o!,es3u Uuc ItoviK«, r. II. ^>. 305— 311. Handschrift-liche Nachrichten.
Als General v. Wobeser die Ueberzeugung erhielt ab-geschnitten zu seyn, wendete er sich nördlich, umging denSchweriner See und stieß am nächsten Tage wieder zurHauptmasse; zugleich hatte er an General v. Usedom einenOffizier gesendet, um ihn davon zu benachrichtigen, und einähnliches Verfahren anzuempfehlen; der Auftrag wurdeaber irrthümlich so ausgerichtet, daß der Marsch nach WiS-mar gehen solle. General v. Usedom glaubte den gutenRath eines ihm in der Anciennetat Vorstehenden als wört-lich auszuführenden Befehl betrachten zu müßen, setzte sichgegen WiSmar in Bewegung, und traf den 3ten NovemberNachmittags dort ein, natürlich ohne einen Mann preussi-scher Truppen, oder auch nur eine Spur von ihnen zufinden; dieser Umstand führte auf die Ansicht: es bleibenun nichts Anderes übrig, als der Rückzug nach Stral-sund; das Regiment ging deshalb noch bis Rohlsdorf,wurde aber hier von einer Ordonnanz eingeholt, welche denschon Abends vorher im Hauptquartier ausgefertigten Be-fehl überbrachte, nach Gadebusch zu marschircn. Manbrach deshalb an; frühen Morgen des 5ren wieder gegenWismar auf, stieß bald auf einen Parlamcntair, der zurUcbcrgabe aufforderte, und capitulirtc, als die vorauSgcsen-detcn Offiziere meldeten, daß das Dcfilcc bei jener Stadtwirklich vvm Feinde besetzt sey. Die zehn Escadrons ent-hielten allerdings nur noch 325 ermüdete Pferde, allein dieAbtheilung unter Savary, welche ihnen von Criwitz ausgefolgt war, befand sich mindestens in einem eben so er-schöpften Zustande, und hatte schwerlich eine viel größereEombaktantenzahl.
M. n. w.Math. IM.n. w. Pock.