Band 
Achter Theil.
Seite
145
JPEG-Download
 

145

Napoleon traf mit raschem Entschluß Anstalten,diesen zweideutigen Verhältnißen eine andere Wendungzu geben. Jedenfalls war es rathsam, frische Streit-kräfte auf den entscheidenden Punkt zu bringen, ebenso leuchtete die Nothwendigkeit ein, schon wegen desmoralischen Eindruckes, dem österreichischen rechten Flü-gel auf der ganz übersehbaren Ebene etwas entgegenzu setzen; Massena mußte deshalb links abmarschiren,rückte an dem neuen Wirthshause und Esslinger Hofevorüber, gegen Esslingen, und erlitt bei dieser Flanken-bewegung noch namhaften Verlust durch Geschützfeuer.Dagegen erhielt der Vicekönig, welcher bei der ungün-stigen Wendung des Gefechts, seinen linken Flügel imHaken zurückgebogen hatte, Befehl drei Divisionen un-ter Macdonald noch weiter links zu schicken, zugleichzog man hundert Geschütze zusammen, deren Feuer dieGegner festhalten, und den beabsichtigten Angriff ein-leiten sollte. Um Zeit und Raum für diese Maßregelnzu gewinnen, ging Bessieres mit der Garde-Cavalerienebst den Cuirassieren von Nansouty vor, und machtemehrere Attaquen, welche besonders das Grenadier-Corps trafen; zwar scheiterten sie sämmtlich an demWiderstände der Bataillonsmassen, der beabsichtigteZweck jedoch wurde erreicht, und sobald die große Bat-terie versammelt war, zog sich die Reuterci hinter sel-be, nach beiden Flügeln der Infanterie. Mittag mochtevorüber seyn, als der Moment eintrat, welchen wirauf dem Plane zu bezeichnen versucht haben: LL drei-vm. 10