167
deren Unterstützungstrupps überrannte, und bis an dieTapabräcke drang, wobei einige Generale nebst vielenandern Gefangenen in seine Gewalt fielen. Diese gün-stige Wendung, von den übrigen Abtheilungen nichtbenutzt, war indeß von kurzer Dauer. Ein Cuirafster-Regiment brach überraschend in die aus einander ge-kommenen Grenadiere ein, von denen nur wenige demTode oder der Gefangenschaft entkamen, französischeInfanterie folgte den Weichenden rasch, und wurdeerst am Thore von Znaim durch ein entgegen kommen-des frisches Bataillon aufgehalten und zurück gejagt.Unmittelbar darauf ließ Massel,a drei bisher im Rück-halt gebliebene Bataillone den Fluß überschreiten, undan dessen linkem Ufer gegen Teswitz rücken; ihre Be-wegung ward nicht bemerkt, sie besetzten daher dasDorf ohne Widerstand, und bald war die unmittelbareVerbindung mit den Heertheilen unter Napoleon her-gestellt.
Sobald der Himmel sich wieder aufklarte, beganndas Gefecht auf der ganzen Linie von neuem, und na-mentlich hatte die eben erwähnte Abtheilung in denWeingarten nordwestlich von Teswitz dergestalt Terraingewonnen, daß Bellegarde und Fürst Reuss völlig voneinander getrennt waren, als Parlamentaire das Auf-hören der Feindseligkeiten verkündeten. Fürst Liech-tenstein, zu Unterhandlungen bevollmächtigt, war imkaiserlichen Hauptquartiere angekommen, wo alsbaldein vierwöchentlicher Waffenstillstand mit vierzehntägi-