steil Abbruch zu thun. Dieser Zweck wurde vollkom-men erreicht, denn obwohl die auch im Rucken gedräng-ten Franzosen und Baiern rastlos weiter zogen, unddie ganze Nacht hindurch marschirtcn, so glich ihre Be-wegung doch einem fortwährenden Gefechte, mit em-pfindlichem Verlust ohne Möglichkeit des Sieges. AlleAnstrengungen konnten nur daraufgerichtct seyn, Inns-bruck zu erreichen, wo die Erschöpften Ruhe und Er-holung erwarteten; aber am Morgen des I3ten unweitszM.n.Sterz. der Stadt anlangend, fanden sie statt ihrer Waffen-bruder, die Insurgenten im Besitze derselben.
Mit unglaublicher Schnelligkeit hatte sich der Auf-stand auch über das nördliche Tyrol verbreitet, woMartin Teimer die Bewohner des oberen, JosephSpeckbacher die des untern Jnnthales zu den Waf-fen rief. Letzterer überwältigte den Uten eine baier-sche Abtheilung zu Volders, am nächsten Morgen eineandere zu Hall, und zog noch selben Tages gegen Inns-bruck, wo zehntausend Mann unter Teimer am lOtenund Uten die feindlichen Posten aus der Umgegendvertrieben hatten; mit der Hauptmasse auf den Höttin-ger Höhen gelagert, begannen sie am 12ten den Kampfvon Neuem, und als es nach lebhaftem Feuergefechteinem kühnen Haufen gelang, die durch zwei Geschützevertheidigte Jnnbräcke zu erstürmen, erfolgte der An-griff auf die Stadt selbst. Vergebens entwickelt die Be-satzung was man an Tapferkeit und Ausdauer von einergeregelten Truppe erwarten kann, — Ueberzahl, Muth
2 u. iz M.Jnnsbr.