Am Abende des Uten traf General Vision beider Laditscher Drücke ein, setzte jedoch, ohne Antheilan den Ereignißen nehmen zu wollen, den Marsch ge-gen Innsbruck alsbald fort, und veranlasste so, daßder Anführer der baierschcn Abtheilung mit dem näch-sten Morgen in gleicher Richtung folgte. Einige hun-dert Mann, welche er an der Brücke zurückgelas-sen, wurden bald vertrieben, die Tyroler breiteten sichauf dem rechten Ufer der Eisack aus, und leisteten deretwas spater anlangenden Colonne Lemoine's so ent-schloßnen Widerstand, daß er die Hoffnung durchzu-brechen aufgab, und über Vrixen nach Botzen zurück-wich.
Als die Nachricht von dem Anrücken einer be-trächtlichen Truppenmasse in Sterzing einlief, zerstreu-ten sich die Insurgenten Hofers im Gebirge zu beidenSeiten der Straße, um einem Feinde, welchen aufzu-halten sie nicht hoffen durften, wenigstens den möglich-
ihrer Gebirge bekannt, und durch die Jagd für das zer-streute Gefecht in einem Grade ausgebildet, wie er bei ge-regelten Truppen schwerlich zu erreichen ist, so ergiebt sichder ungeheure Vortheil, den sie bei Vertheidigung der Hei-mat gegen Soldaten haben, die nach den allgemein gelten-den Grundsätzen zweckmäßig organisirt, ausgerüstet und ein-geübt sind; in dieser Beziehung können die Tyroler nurmit den Vendcern verglichen werden (s. den zweiten Theildieses Werks S. 117—122. 161 —165), wobei nur derUnterschied hervortritt, daß bei Letzteren der unmittelbareAngriff mit der blanken Waffe viel öfter vorkam als bei
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