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mehrfach geänderten Entschlüße ihres Anführers, wah-rend längerer Zeit die anstrengendsten Bewegungen aus-führen, ohne daß dadurch für den Zweck des Kriegesdas mindeste gewonnen ward. Eine am Morgen des16ten Mai im Hauptquartier eingehende Mittheilungdes Erzherzogs Johann gedachte des Entwurfes, dieEingänge von Kärnthen und Krain in den Positionenvon Tarvis und Prewald zu vertheidigen, über dessenUnansführbarkeit wenig Zweifel obwalten konnten; wurdeaber der Rückzug weiter fortgesetzt, so verlor das Ty-roler Corps bei seiner ohnedem bedenklichen Lage, dieeinzige Verbindungslinie mit den Erbstaaten. MarquisChasteler beschloß daher die Vereinigung der Haupt-masse am Brenner, um in dieser starken Stellung neueBefehle zu erwarten. In der Nacht zum I8ten erfuhrer zuerst durch Teimer, die über ihn verhängte Aech-tung, und wenn diese Nachricht auch nicht ganz sichererschien, so übte sie doch gewiß Einfluß auf die Wahl,welche ihm ein am nächsten Morgen empfangenesSchreiben des Erzherzogs freistellte: diesem alle seineTruppen zuzuführen, oder in Tyrol zu bleiben. Vierund zwanzig Stunden nachdem er das Erstere beschlos-sen, und dem gemäß Anordnungen getroffen hatte, gingihm mit der Kunde von der Capitulation Wiens, unddem bis Pettau fortzusetzenden Rückzüge des ErzherzogsJohann, der Befehl desselben zu, Tyrol als felbststän-dige Festung zu vertheidigen, im schlimmsten Falle mitvereinten Kräften nach den Erbstaaaten durchzubrechen;