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nach Kempten, und über Nieder-Sonthofen gegen Bu-chenberg zogen; letzterer Ort wurde erobert, und dieVorarlberger schickten sich eben an, dem bei Haslachfechtenden Feinde in Flanke und Rücken zu gehen, alsGeneral Picard ihnen alle noch verwendbaren Truppenentgegen führte, und sie mit Verlust ihrer zwei Ge-schütze über den Haufen warf, worauf auch die andereAbtheilung den Rückzug begann.
Einen Tag früher als diese Ereigniße stattfanden,war die Nachricht von dem Znaimer Waffenstillständeim Hauptquartier des Königs von Würtembcrg einge-gangen, der hiernächst den Oberbefehl seiner Truppendem Kronprinzen übergab, und nach Stuttgart zurück-kehrte. Auch die Vorarlberger konnten sich bald derUeberzeugung nicht entschlagen, daß jener Vertrag wirk-lich geschlossen, und ein günstiger Umschwung der Ver-hältniße schwerlich zu erwarten sey, sie räumten des-halb den besetzten Landstrich, und es trat wahrend bei-nahe dreier Wochen Waffenruhe ein, da die Gegnerhöchst wahrscheinlich ihr Vorrücken bis zu dem Ein-treffen Bcaumonts aussetzten. Dieser General, — wiewir wissen, in den ersten Tagen des August von Inns-bruck nach Landeck aufgebrochen, — erreichte über Blu-dcnz und Feldkirch am 6ten Dornbirn, nachdem er beiNankweil einen Haufen Insurgenten zersprengt, wah-rend an demselben Tage die Würtemberger, ohne Wi-derstand zu finden, Bregenz besetzten. Ueberzeugt, daßunter den gegebenen Umstanden längere VertheidigungVUk. 15