Band 
Achter Theil.
Seite
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Während so bange Unentschlossenheit wie eine Wolkeüber allen Gemüthern lag, vereinigten sich zu BrixcnMartin Schenk, Peter Mayer, Peter Thalguter,drei schlichte Männer, aber von starkem Sinn und gro-ßer Entschlossenheit, gemeinsam zu berathen, was ge-schehen möge. Ihnen überbrachte am 2ten August der

herrlich ung eines ganz Ander», als dieses Märtyrers kare-lischer Treue geschrieben scheint, findet sich S- 353 folgendeStelle: „Das sprechendste Bild seiner eigenen und der all-gemeinen Unentschlossenheit war der Sandwirth AndreasHofer, der sich in einer Felsenhöhle des Passcyrer Thals ver-barg, bald zur Unterwerfung ermähnte, bald zum Marschnach dem Brenner, und seinen Aufrufen die in ihrer Artgewiß einzige Unterschrift gab, Andere Hofer, dermal un-wissend wo."— Es ist allerdings möglich, und sogar wahr-scheinlich, daß auch Hofer über das, was nunmehr zu thunsey, in seinen Ansichten schwankte, — und wir werden dietiefste Verehrung dem großartigen Charakter zollen, welcherunter so furchtbaren Verhältnißen keinen Augenblick schwankt,zumal wenn es ein Landmann seyn sollte, dessen Habe und-Gut auf dem Spiele steht, wahrend ihm die Feinheitenpolitischer Combinationen fremd sind, — aber dieser Zu-stand muß sehr bald vor der Stimme seiner frommen Treueund Vaterlandsliebe gewichen seyn. Gewiß ist, daß Hoferam Abend des 7tcn August mit einigen tausend Mann inder Nahe von Stilfs eintraf, und cS darf wohl angenom-men werden, daß zwei Tage erforderlich waren, um einesolche Masse aus dem Vintschgau und Passcyrer Thalc zuversammeln; ferner wissen wir, daß er sich höchst wahr-scheinlich am 2ten August noch zwischen Mühlbach undBrunncckcn, (s. Bartholdy Krieg der Tyrolcr S. 197.198) also ungefähr sieben Meilen von St. Leonhard bc-fand. Es ergicbt sich daraus, daß ihm nur äusserst wenigZeit zu dem Troglvditen-Lcben übrig geblieben seyn könne,dessen sei» wohlwollender Biograph gedenkt.