Band 
Achter Theil.
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Anführer günstigsten Angabe, welche indeß ziemlich un-wahrscheinlich ist, erhielt er wahrend der Nacht vonLcfevre Befehl zum Rückzüge nach Sterzing, und führteihn bei Tagesanbruch aus, jedoch mit der sonderbaren

Maßnahme, drei Bataillone in und bei Oberau ihremSchicksale zu überlasse».

Dieses konnte nicht lange zweifelhaft bleiben. Aufmehrere tausend Mann angewachsen, griff der Feindgleichzeitig in der Front und beiden Flanken an, drängtedie hinter dem Dorfe stehende Abtheilung nach Ster-zing, und hielt die Zurückgebliebenen unter fortwähren-dem Feuer dicht eingeschlossen, bis sie am Abend Mu-nitions-Mangel und äusserste Erschöpfung — der Sol-dat hatte seit dein 3ten kein Brot, und während desGefechts nicht einmal Wasser,— nöthigte, die Waffennieder zu legen; das Regiment der Herzoge von Sach-sen, welches diese Gefechte mit rühmlicher Ausdauerbestand, und zwei Tage früher 2190 Mann zählte, ver-lor im Ganzen 36 Offiziere 946 Mann*).

Vermuthlich hatten schon die ersten MeldungenNouyers den Marschall aus seinen Illusionen erweckt,und überzeugt, daß ernsterer Widerstand zu überwinden

*) Geschichte Andreas HoferS S. 356 — 862. BartholdyKcieg der Tyrolcr, S. 194—201. v. Vblderndorf undWaradein Kriegsgeschichte von Baicrn, Band n. S-287-292. Jacobs Geschichte der Feldzüge der Gotha-Altcmburgischcn Krieger, S. 74—89. MilitairischcS Taschenbuch,Jahrgang v. S. 51—58.