L55
Verstand so begünstigten, daß trotz großer Anstrengun-gen und Opfer der Verbündeten, am Abende desUten nur einige Häuser im nordöstlichen und süd-westlichen Stadttheile erobert waren. Weiteres Vor-dringen schien fast unmöglich, weshalb Wrede undWittgenstein (deren Hauptmasse inzwischen Trainel lund Pont sur Seine erreicht hatte) den Versuch be- ischloffen, die Räumung des Ortes durch einen Fluß-Uebergang ober- oder unterhalb desselben herbeizufüh-ren. Von dem russischen General wurde am 12tendas Schlagen einer Schiffbrücke bei Pont sur Seineangeordnet, von dem baierschen die Diviston de laMotte nach Bray gesendet. 25 M, s w.
Etliche Kanonenschüsse vertrieben hier den ausNationalgardeki bestehenden Feind vom linken Ufer,und eben so wenig Schwierigkeiten fand eine auf Käh-nen übergesetzte Compagnie beim Angriffe des nahenDorfes MouH, wohin später noch drei Bataillone rück-ten, um die Arbeit au der Brücke zu decken. Manbetrieb diese mit so lebendigem Eifer, daß die einst-weilige Herstellung des gesprengten Bogens schon langevor Sonnenaufgang vollendet war.
Die in Nogent eingedrungenen Truppen erneuer-ten, dem ihnen ertheilten Befehle gemäß, erst Abendsden Angriff, dessen leichtes Gelingen sich dadurch er-klärt, daß gerade damals die Besatzung abgerufen wurde.
Auf die Nachricht von den Ereignissen bei Bray ließnämlich Victor nicht allein Nogent räumen, sondern