-rächte e> ein weiterer Orlow aus irgend einer Seitenlinie,der nur einer von den vielen war und als ein ganz ungebildeterKrautbojar geschildert wird, zum Oberhofmarschall, wirklichenKammerherrn u. s. w.
Der oben genannte Passek, ein roher, bornirter Patron,erhielt eine große Pension, reiche Geschenke und die fette Pfründeeines General - Gouverneurs. Daß die vornehmsten russischenOrden seine Verbrecherbrust zierten, ist selbstverständlich.
Ein gewisser Teglow, ein gesinnungsloser Lunch, der esverstanden hatte, den Kommandanten des Jsmailow'schen Regi-ments für Katharinas hochverrätherische Pläne zu interessirenward zum Geheimrath und Senator ernannt und mit reichenGeschenken bedacht. Auch bei der Ermordung Peters war dieserauSgetragene Schuft, den wir im Nachfolgenden noch mehrmalsbegegnen werden, persönlich betheiligt, ebenso stammen von ihmdie verleumderischen Manifeste, die nach vollbrachtem Morde andas „russische Volk" seitens Katharinas erlassen wurden.
Engelhardt, welcher dem unglücklichen Peter den Restgab, „erhielt bei jeder Gelegenheit Geschenke und stieg von einerEhrenstelle zur anderen". Er starb als General-Lieutenant undGouverneur von Wiborg.
Was sonst an Geschenken, Pensionen u. s. w. unter dieHelfershelfer der „neuen Herrin" vertheilt wurde, belief sich aufviele, viele Millionen. Die Hervorragenden unter den hochver-rätherischen Offizieren erhielten lebenslängliche Pensionen imBetrage von durchschnittlich zwanzigtausend Rubeln, die gemeinenHandlanger wenigstens zweitausend Rubel.
Ein reicher Gnadenborn ergoß sich auch über alle diejenigen,die zu Peters Lebzeiten den verbrecherischen Lüsten IhrerMajestät Vorschub geleistet hatten. Jener KammerdienerTsch ernitschew, mit dem das sechzehnjährige, jungver-heirathete Fiekchen zuerst „der Minne neckisch Spiel" getriebenhatte, und der dafür zu einem Regiment in der Provinz geschicktworden war, wurde jetzt trotz Orlows Einwendungen an den Hofberufen, wo der ehemalige Leibeigene es bis zum Major undFestungskommandanten brachte.
Ern anderer Bauernjunge, Jelagin, der eine Kammerzofeder Kaiserin Elisabeth geheirathet hatte und dadurch in Hinter-treppeu-Beziehuugeu zum Hofe gekommen war, hatte seiner Zeit