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Katharina II. von Russland : August der Starke - Kurfürst von Sachsen, König von Polen ; Papst Alexander VI. ; Karl Leopold - Herzog zu Mecklenburg-Schwerin ; Ludwig XIV. - König von Frankreich
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Helden auf Reisen — er sollte stch im Auslande „bilden",wie der Kunstausdruck lautet. Eine merkwürdige Art vonBildung ist es freilich, welche die Prinzen auf ihren Reisenzu erlangen pflegen: „Diese Reisen", sagt der offenherzigeFriedrich Cramer, „gehen gewöhnlich von Hoflager zu Hof-lager und sind mehr geeignet, der heranreifenden fürstlichenFugend Sittenverderb der Großen einzuflößen, als Zeit undSitte, Völker und Staaten, Menschenwerth und Bürgerthumkennen zu lernen." Seine ersten Erfahrungen hatte übrigensunser Held bereits in Dresden gesammelt — es ist bekannt,daß die mit ihm etwa gleichaltrige Neitzschütz ihm ihre Gunstschon früher geschenkt hatte, als dem Kurprinzen.

Vrinkenrets'en. Friedrich August wandte sich zunächstnach der hohen Schule des höfischen Lasters: nach Paris,wo Ludwig XIV. im höchsten Glänze despotischen Uebermuthsregierte. Hier ging ihm förmlich eine neue Welt auf: waswar der zwergenhafte Hof seines Vaters in Dresden gegendiesen gewaltigen Riesenbazar der Ueppigkeit, Prachtliebe,Wollust und Sittenlosigkeit! Mit wahrer Gier nahm der be-schränkte Schädel des jungen Riesen die berauschenden Ein-drücke dieses absolutistischen Paradieses auf. Nicht einenAugenblick zuckte er zusammen bei dem Gedanken, mit welchenfurchtbaren Blutopfern am Leibe des geknechteten Volkes alldieser falsche Schimmer und Tand erkauft war. Er sah nichtsals diesen einen Menschen Ludwig in seiner ganzen Selbst-Herrlichkeit, einen Götzen, vor dem alles im Staube lag, undhatte nur den geheimen Wunsch, dasselbe für Deutschland zuwerden, was dieser tausendfältige Verbrecher für Frankreich war.

Eine maßlose Genußsucht, eine wahnwitzige Neigung zu