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Katharina II. von Russland : August der Starke - Kurfürst von Sachsen, König von Polen ; Papst Alexander VI. ; Karl Leopold - Herzog zu Mecklenburg-Schwerin ; Ludwig XIV. - König von Frankreich
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28
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ausschweifender Lebensweise und Verschwendung und eineunbezähmbare Wollust erscheinen fortan als die Grundzüge indem Charakter Friedrich Augusts, die wohl im Keime ihmbereits innewohnten, jedoch in Paris erst den „höheren Zu-schnitt" erhielten. Frauengunft brauchte er an dem Hoflagerdes wollüstigen Königs von Frankreich nicht erst zu suchen —der unbeholfene deutsche Riesenknabe war für diese verworfenenFranzösinnen eine „Spezialität", die sie sich nicht entgehenließen. Dafür gaben sie ihm dann den feineren „französischenSchliff", auf den unser August späterhin nicht wenig stolz war.

Liebesabenteuer begleiteten den reisenden Prinzen von Parisnach Madrid, nach Lissabon, Venedig, Rom, Wien und zurücknach Dresden, wo er im Jahre 1689 wieder ankam und untergroßem Pomp als ein „erfahrener Weltmann" seinen Einzughielt. Merkwürdige Dinge erzählt der Freiherr von Pöllnitzüber die Reisen dieses zweiten Casanova?) In Madridführte er sich mit Erfolg als Stierfechter ein, indem er incognitoin die Arena hineinritt und einem der wüthenden Thiere mitseinem Säbel den Kopf abschlug. Den verdorbenen spanischenHofdamen imponirte das natürlich gar gewaltig, und sie rissensich förmlich um die Gunst des deutschen Prinzen, der seineBefähigung zum Metzger so trefflich bekundet hatte.

Aber der Zufall wollte es, daß das Auge desselben geradeauf eine der anständigeren Frauen, die Marques« de Monzerafiel, die überdies von einem eifersüchtigen Gatten streng bewachtwurde. Mit Hülfe eines gut bezahlten Bettelmönchs jedoch,

*) Bekannter Abenteurer des vorigen Jahrhunderts, der namentlich als Frauenverführer Unglaubliches geleistet hat.