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Katharina II. von Russland : August der Starke - Kurfürst von Sachsen, König von Polen ; Papst Alexander VI. ; Karl Leopold - Herzog zu Mecklenburg-Schwerin ; Ludwig XIV. - König von Frankreich
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ich in meinem Zimmer spazieren gehe", sagte sie selber spöttischin einem Briefe an den Gouverneur von Dresden — „werdendie Säulen vom Hause visitirt, ob ich auch Simsons Kraftbekomme, die Thore aus ihren Riegeln zu heben, und wennich noch ein bischen Jugend hätte, zweifle ich nicht, sie würdenmich auch des Nachts bis in mein Bett accompagniren. Wennich hier toll werde ist es kein Wunder."

Das Ehedokument war endlich durch Verrath in dieHände des Königs gelangt und von diesem vernichtet worden.Nach Augusts Tode wurden ihr einige Hafterleichterungen zuTheil, aber ihre Theilnahme für die Außenwelt war gänzlicherloschen. Sie begann das Testament, den Talmund und dasHebräische zu studiren und soll sich auf ihre alten Tage ganzzum strengen Judenthum bekehrt haben. Sie schien in derThat buchstäblich „toll", das heißt geistesgestört geworden zusein. In den letzten Jahren verließ sie ihr einsames, schmutzigesund verräuchertes Thurmzimmer nicht mehr und starb in dem-selben am 31. März 1765, unter der Regierung des Enkelsihres erlauchten Geliebten.

U. f. «». Inzwischen hatten die Freundinnen des Königseinander in ununterbrochener Reihenfolge abgelöst. Ein paarJahre lang behauptete sich die alberne Dönhoff an seinerSeite, doch kam auch ihre Stunde heran. Unter ihren zahl-reichen Nachfolgerinnen nennt man namentlich ein Fräuleinvon Dieskau, ein ebenso hübsches wie beschränktes Mädchen,das von seiner eigenen Mutter an den König verkuppelt wurde undspäter von ihm aus einen Hofmarschall vouLoos verheirathet ward.

Auch ein Fräulein von Osterhausen gelangte zu derWürde einer königlichen Maitresse. Diese romantisch veran-lagte junge Dame ward nach ihrer Verabschiedung katholischund wollte in ein Kloster eintreten. In der That wählte siesich auch eine Zelle bei den Ursnlinerinnen in Prag, aber „sieschlief nur daselbst; den Tag über genoß sie der Welt undihrer Vergnügungen." (Pöllwitz). Bald darauf heirathete sieeinen verarmten polnischen Edelmann Namens Stanislawski.