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lauchtcu Söhnlein vorgearbeitet. Als Vorposten gleichsam hatteer seine Tochter Lucrezia, deren Gemahl Alfonso bereits vordem herannahenden Sturm nach Neapel geflohen war, zur Re-gentin der Stadt Spoleto ernannt. Dann hatte er den Ge-bieter von Sermoneta, Baron Gaetani, nach Rom gelocktund in der Engelsburg vergiften lassen. Sermoneta wurde vor-läufig an Lucrezia gegeben, um später in Cäsars Hände über-zugehen. Sämmtliche Barone der Romagna und der Markenwurden darauf ihrer Lehen verlustig erklärt, weil sie nicht denvollen Zins an die Kirche gezahlt hätten.*)
Schon rückte, gegen Ende 1499, Cäsar Borgia mit8000 Mann französischer Truppen in die Romagna vor. Alserste Opfer fielen die Städte Jmola und Forli, die vonCatarina Sforza-Riario vertheidigt wurden. Die tapfereWittwe ward in die Engelsburg gebracht und wäre sicherlichermordet worden, wenn nicht die Franzosen sich ihrer ange-nommen hätten; sie endete als Nonne in einem florentinischenKloster.
Da die französischen Truppen nun nach der in Empörunggerathenen Lombardei zurückkehren mußten, begab sich Cäsarnach Rom, um seine bisherigen Triumphe öffentlich bewundernzu lassen und gleichzeitig für fernere Unternehmungen seineKriegskasse aus den Schatzkammern der Kirche zu füllen. DieKirche und Cäsar waren in jenen Tagen in der Borstellungder Borgia zu einem Begriffe verwachsen.
In Rom ging es zu jener Zeit hoch her: man schriebdas Jahr 1500, und von allen Seiten strömten die Gläubigen,zusammen, um bei Gelegenheit des Jahrhundertwechsels denSegen des Papstes zu empfangen. Diese „Jubelfeste", welchedie Päpste mit Rücksicht auf ihre Kassen eingeführt hatten,übten immer noch eine große Anziehungskraft auf die Massen
*) Die meisten dieser kleinen Feudaldespoten, wie die Mala-testa, Manfredi, Montefeltre, Sforza, Bentivogli n. s. w.hatten ihre Zwergreiche in jener Zeit begründet, da die Päpste in«vignon residirten.