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der alleinige Gebieter über den Willen seines Vaters zurück.Er war der unumschränkte Tyrann des von seinen Spitzelnund Würgern erfüllten Rom. Das freie Wort, das in derkräftig aufstrebenden Bnchdruckerkunst einen willkommenenBundesgenossen gefunden hatte und die Verbrecher des Vatikansin kühnen Spottschriften geißelte, ward unter härteste Censurgestellt und aufs grausamste verfolgt.
Gemeinsam zogen nun, im Anfang des Jahres 1502,Vater und Sohn auf den Städteraub aus. Die HafenstadtPiombino, Urbiüo und Camerino fielen ihm durchtückischen Verrath in die Hände. Er nannte sich von jetzt ab Cäs arBorgiavonFrankreich,durch Gottes GnadeHerzogderNomagna und von Valence und llrbino, Fürst vonAn-dria*), Herr von Piombino, Gonfaloniere und General-kapitän der heiligen römischen Kirche.
Alles zitterte vor dem blutigen Würgengel, der voll Arg-list und Tücke durch die Gaue Italiens schlich. Die kleinenZwergtyrannen suchten sich zu retten, indem sie sich zum Kriegs-zug gegen Florenz als Bundesgenossen anboten. So nahm erein paar Orsini und Medici,, ferner Vitellozzo, Olive-rotto, Petrucci, Bentivoglio, und andere als Con-dottieri (Generäle) in seine Dienste auf. Sie hofften ihnbei günstiger Gelegenheit zu überlisten, zumal der König vonFrankreich sich von ihm abzuwenden schien. Und wirklichempörten sie sich alsbald gegen ihn und hatten ihn bereits inJmola eingeschlossen, als König Ludwig, welcher der Borgiabei seinen neapolitanischen Eroberungsplänen zu benöthigenmeinte, ihm Truppen zu Hilfe sandte, die ihn entsetzten.
Die Condottieri ließen sich von ihm übertölpeln und tratenwieder in seinen Sold, als er jedoch, in der Sylvesternacht desJahres 1502, in seinem Quartier zu Sinigaglia die
Ahnungslosen beisammen hatte, ließ ''.
knechten umringen und abschlachten.
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