FÜNFTER ABSCHNITT.
VON DEN VERSTEINERUNGEN ODER I’ETREFACTEN.
In gewissen Gesteinen findet man häufig Ueberreste oderSpuren organischer Geschöpfe, 'welche man Versteinerun-gen, Petrefacten oder fossile (d. h. wörtlich: ausgegra-bene) Organismen nennt. — Die Geschichte der Erde bietet,wie schon bemerkt, unsern Forschungen ein weites und man-nigfaltiges Feld dar, welches füglich in zwei besondere Gebieteabgetheilt werden kann. Das erste begreift die Geschichte desunorganischen mineralischen Stoffes und die verschiedenen Ver-änderungen, die er, von der Erschaffung seiner Bestandtheilean, bis zu seinem gegenwärtigen Zustande erlitten hat. Daszweite umfasst die frühere Geschichte des Thier- und Pflanzen-reichs und der aufeinander folgenden Verwandlungen, welchediese zwei grossen Gebiete der Natur während der Einwir-kung chemischer und mechanischer Processe auf die Oberflächeunseres Planeten erlitten haben. Gegenstand der Geologiebildet das Studium beider Zweige. Es ist daher nicht minderwichtig, die Beschaffenheit der physischen Kräfte und die Artund Weise, wie sie auf die unorganischen Mineralkörper ge-wirkt haben, zu untersuchen, als die Gesetze des Lebens unddie verschiedenen Bedingungen der Organisation zu erforschen,welche obwalteten, während die Kruste unseres Erdballesnoch in ihrem Bildungsprozess begriffen war.
Die Versteinerungen sind entweder wirklich in Stein um-gewandelte, versteinerte Organismen, oder nur von Ge-stein umschlossene organische Theile, oder endlich Abgüsse
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