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[Erster Band. - Zweiter Band.]
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«nd die der Mensch nehmen darf — der feurige Jüngling,der Sommer, der bis Nachts arbeitet, um zu opfern — undendlich der kindliche Frühling mit seinem weißen Kirchen»schmuck von Blüten, der wie ein Kind Blumen und Blütcn-kclche um den erhabenen Kleist herumlegt und an dessen Ge-bete alles mitbetet was ihn beten hört. >— Und für Men-schenkinder ist ja der Frühling der schönste Priester.

Diesen Blumenpriester sah der kleine Gustav zuerst amAltar. Vor Sonnenaufgang am ersten Junius (unten war'SAbend) kniete der Genius schweigend hin und betete mit den'Augen und stummzitterndcn Lippen ein Gebet für Gustav,das über sein ganzes gewagtes Leben die Flügel ausbreitete-Eine Flöte hob oben ein inniges, liebendes Rufen an, undder Genius sagte, selber überwältigt: „es ruft uns herausaus der Erde hinauf gen Himmel: geh' mit mir, mein Gu-stav." Der Kleine bebte vor Freude und Angst. Die Flötetonet fort, — sie gehen den Nachtgang der Himmelsleiterbinaus, — zwei ängstliche Herzen zerbrechen mit ihren Schlä-gen beinahe die Brust — der Genius stößet die Pforte auf,hinter der die Welt steht — und hebt sein Kind in die Erde

und unter den Himmel hinaus. Nun schlagen die

hohen Wogen des lebendigen Meers über Gustav zusammen— mit stockendem Athem, mit erdrücktem Auge, mit über-schütteter Seele steht er vor dem unübcrsehlichen Angesichtder Statur und hält sich zitternd fester an se inen Genius....Als er aber nach dem ersten Erstarren seinen Geist aufge-schlossen, aufgerissen hatte für diese Ströme — als er dietausend Arme fühlte, womit ihn die hohe Seele des Weltallsan sich drückte — als er zu sehen vermochte daS grüne tau-melnde Blumenleben um sieb und die nickenden Lilien, dielebendiger ihm erschienen als seine, und als er die zitterndeBlume todt zu treten fürchtete - - als sein wieder aufwärts