Band 
[Erster Band. - Zweiter Band.]
Seite
85
JPEG-Download
 

Ertrazeilm über die Besuchbräune, die alle Schee-rauerinnen befällt bei dem Anblick einer fremdenDame.

Männern schadet daselbst der Anblick einer fremden Damewenig; blos alle Frisöre und Barbiere kommen später alssonst; auf dein Billard zeichnen die Quees oder die Taback-pfeifen ihre Gestalt in die Luft, und die Lehrer des löblichenGymnasiums hören gar nicht darauf — hingegen die Wei-ber! —

Auf der Insel St. Hilda geschieht, wenn ein Fremderda aus dem Schiff aussteigt, ein Unglück, das noch kein Phi-losoph erklären konnte — das ganze Land hustet seinetwe-gen. Alle Dörfer, alle Körperschaften, alle Alter husten'") -kaust sich der Passagier etwas ein, so umhustet ihn der Nahe-stand — unter dem Thor thut's der Wehrstand: und derLehrstand hustet in seine Lehren hinein. Es hilft gar nichts,zum Arzt zu gehen — der bellt selber ärger als seine Kun-den und ist sein eigner Kunde.

In Untersetzterem ist dasselbe Unglück, aber größer. Einefremde Dame setze ihren netten Fuß in das Posthaus, in denKonzert- oder Tanzsaal, in irgend ein Visitenzimmer: sogleichsind alle Scheerauerinnen genöthigt zu husten und — wasallzeit von einem schlimmen Hals herkömmt — leiser zureden - -- allen fliegt die Bräune an, d. h. die snginn vorn.An den armen Damen erscheinen alle Zeichen der giftigstenHalsentzündung, Hitze (daher das Fächern), Kälte, schwe-

Sogar Kinder im Mutterleibe. S. Allq. deutsche Bibi Bd.

67. S. 1S8.