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machtest, rie der Senior darüber gab, nm sein Gewissen zumNarren zu haben. Er hielt, um den Frais - und Zentherrnnur Veimer im Herzen, das Gewissen, stille zu machen, seineKinderlehren eine halbe und seine Predigten dreiviertel Stun-den langer als die ganzeDiözes. Der Mensch thut liebermehr wie seine Pflicht als seine Pflicht.

Ta Gustav nicht wußte, daß Mädchen nichts übersehenund alles überhören: so war ihm der ganze Katechismus einLiebesbrief, in dem er sich mit ihr unterredete. Wenn siedem Senior zu antworten hatte: würd' er roth; „der Senior,sacht' er, kann sein Fragen und Quälen nicht verantworten"und sein Sehnerve wurzelte auf ihrem Gesichte.

Da die Falkcnbergischen kein besonderes Kommunizier--zimmcr mit sammtnen Dielen hatten: so ging meine Pathc,der Rittmeister, an der Spitze ihrer Lehnsleute um den Al-rar: also auch Gustav.

Am Bcichtsonnabend — O ihr stillen Tage meinerfrömmsten Entzückungen, geht wieder vor mir vorüber undgebt mir euere Kinderhand, damit ich euch sck'ön und treubeschreibe! - Am Sonnabend ging Gustav nach dem Esse»— schon unter demselben konnt' er vor Liebe unv Rührungseine Eltern kaum ansehen — die Treppe hinauf, um nacheiner so schönen Sitte den Scinigen seine Fehler abzubitlen.Der Mensch ist nie so schön als wenn er um Verzeihungbittet oder selber verzeiht. Er ging langsam hinaus, dainilseine Augen trocken und seine Stimme fester würrc; aber alser §or v^, elterlichen kam, brach ihm alles wieder, um etwaszu sagen, um nur die drei Worte zu sagen: „Vater vergibmir;" aber er fand keine Stimme, und Eltern und Kindverwandelten die Worte in stille Umarmungen. Er kamauch zu mir ... in gewissen Verfassungen ist mau frob,vaß der andere in der nämlichen ist und also unsre vcr-