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er bräche jetzt das Schreiben der Regierung auf, er würdeihn auf der Stelle ausliefern." Zu meinem Gustav eilt' erhinein und warf ihm mit der Hitze der verkannten Unschulvso viel Grobheiten entgegen, als man von einem beleidigtenHalb-Millionär erwarten kmm, da Besitzer des GoldeS, wieSaiten von Gold, am allergröbsten klingen. Mieddauerte mein lieber Gustav mit feiner Tugend-Plcthora's);ihn dauerte das Unglück des armen Pachters; und Beate»dauerte unsere allseitige Beschämung. Mit reißenden Gesüh-len floh Gustav aus einem stummen Zimmer, wo er vomweichsten Herzen, das noch unter einem schönen Gesicht ge-zittert, von Beaten ihrem die Blumen kindlicher Freude weg-gekrochen und herabgeschlagen hatte.

Im Grund ging jetzt der Henker erst los — nämlichdas Röperische Gebelle gegen das Falkenbergische Haus undgegen dessen abscheuliche Verschwendung und gegen den Ka-detten. Beata schwieg; aber ich nicht; ich wäre ein Schelmgewesen (ein größerer mein' ich), wenn ich dein Rittmeisterdie Verschwendung in dem Sinne, worin sie der Gegnernahm, hätte beimessen lassen — ich wäre auch dumm (overdümmer) gewesen, wenn ich ihn nicht in meinem erstenAmtmanns-Aktus an Widerstand zu gewöhnen getrachtet

hätte, sondern erst ini zehnten, zwanzigsten-Aber

das Ocl, das ich herumfließen ließ, um seine Wellen zuglätten, tropfte statt ins Wasser ins Feuer. Es half unsbeiden wenig, daß uns meine Schülerin mit den silberhal-tigsten Stellen aus Benda's Romeo anspielte — der alteSpaß war nimmer zurück zu bringen — wir zuckten u»vlenkten vergeblich an unsern Gesichtern, Nvper sah wie einindianischer Hahn aus und ich wie ein europäischer. — 3cd

s) Tugend-Bellblütigkeit.

A. d. R.