nicht konnte und der dazu einmal ihren Vater halb todt ge-ärgert hatte. Sein Blut ging mithin langsam traurig, daer zur Ncsidentin schlich. Es war ihm, als könnt' er heulesie als seine Freundin ansehen — das that er wirtlich halb,als sie ihm noch dazu ein eben so trauriges 'Air und Gesiebtentgegen trug, dem ähnlich, in dem eine Frau eine Wochenach dem Verlust ihres Geliebten mit leeren Augen und er-kalteten Wangen am meisten rührt. Es sei, sagte sie, derSterbetag ihres jüngsten Bruders, den sie und der sie ammeisten geliebt. Sie ließ sich in Trauerkleivung malen.Nichts wirkt stärker als der Lustige, der einmal in die Halb-tönc des Kummers fällt. Gustav hatte überhaupt zu vielZuneigung für Menschen, in deren Ohren das Traucrgc-läute irgend eines Verlustes wiedenönte; ein Unglücklicherwar ihm ein Tugendhafter. Die Ncsivcutin sagte ihm, siehoffe, er werde den heutigen Kummer aus ihrem wirklichenGesichte wegmalcn und ihn blos ins gemalte bannen — siehabe deßwegen diese Zerstreuung auf heute verlegt — mor-gen sei ihr gewiß bester — sie spielte nachlässig mit der blo-ßen rechten Hand einige Tänze, aber nur ein paar Takrrund niit vergeblichem Kamps gegen ihren Trübsinn — ersollte ihr etwas erzählen, eh' er anfinge, damit er nicht einemGesicht, das sie nur ein paar Tage im Jahr trüge, einewiges Leben in seinen Farben gäbe. 'Aber er hatte noch -»»Hofe weder Stoff noch Manier zu erzählen gewonnen —endlich fiel sie auf seine unterirdische Erziehung. Blos ihremheutigen Gesichte war er so etwas in dein Wolkenbruchvon Herzergießung, den er seit Amandus Gre'll entbehrethatte, zu erzählen fähig. Da er fertig war, sagte sie-„ zeichnen Sie nur; Sie hätten mir etwas anders erzähle»sollen."
Sie nahm ibre kleine Laura auf den Schoos -- dem