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Adern vielleicht die letzte Schamrvthe, die oft wie Morgen-röthe vor einer guten That voreilt: er verlangte seinen Va-ter her. An diesen that er mit so viel Feuer, mit so vielSehnsucht in Aug' und Lippe die Bitte,-Beaten her-

zuholen, die ja einem Sterbenden nicht die letzte Bitte versa-gen könne, daß sein Vater es auch nicht konnte; sondern ver-sprach (trotz dem Gefühle der Unschicklichkeit> zu ihrer Mut-ter zu fahren und durch diese jene herzubcreden und beide zubringen. — Fcnk wußte, daß in seiner ganzen Krankheit keinAbschlagen etwas verfing — daß er, wenn er ihn am letztenvergeblichen Wunsche gestorben sähe, den Gedanken nicht tra-gen könne, dem Leichnam die Toveöminuten, die er noch aus-schlürfte, verbittert zu haben und daß Mutter und Toch-ter zu gilt wären, um nicht gegen seinen Sohn zu handelnwie er: kurz er fuhr.

Als der Vater hinaus war: sah der Kranke unsern undseinen Freund mit einem solchen Strom von lächelnd ver-sprechender Liebe an, daß Gustav von der treuen müdenSeele, deren Scheiden so nahe war, den längsten Abschieddieses Lebens nehmen wollte: „meine Lippen, dacht' er, sollen«nur noch einmal gedrückt auf seinen liegen und meine Brust auf«seiner — nur noch einmal will ich den warmen Leichnam um-«schließcn, da nocb eine Seele darin mein Umfassen fühlt nur«»och einmal will ich seinem wegziehenden Geiste, da ich ihn noch«erreiche, nachrufen, wie ichUhn geliebt habe und lieben werde."Unter diesen Wünschen heiligte das schönste Weihwasser dcSMenschen sein Auge. Aber er unterließ dennoch alles, weil^ besorgte, unter diesem Sturm deö letzten Licbcns ließendie gerissenen Bande des Körpers die bewegte Seele los und"n seinem Munde stürbe der Schwache. ....

Diese Zärtlichkeit, die sich selbst aufopfert und nicht ausder Nonnenzellc des Herzens.tritt, gefällt mir mehr als ein