Band 
[Erster Band. - Zweiter Band.]
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mit dem sie reinere Aetherkreise suchte, um ihn an einemGrabe auszuhauchen und aus ihm den Stoff zu neuen ein-zuathmen. — Schwärmerisches Herz! du treibest mit deinenfieberhaften Schlagen freilich dein Blut zu reißend um undspülest mit deinen Güssen Ufer, Blumen und Leben fort-,aber dein Fehler ist doch schöner, als wenn du mit phleg-matischem Getriebe aus dem stehenden Wasser des Blutesbloßen Fett-Schlamm anlegtest!

Die Nachtwandlerin fuhr zusammen, da sie den schönenSchläfer sah; sie hatte im ganzen Garten, den sie in diesenstillen Minuten durchstrichen hatte, niemand vermuthet undgefunden. Er lag auf einem Knie sanft zusammen gesunken;sein blasses Gesicht wurde von einem schönen Traum, vornaufgehenden Monde und von Beatens Auge angestralt.Ihr fiel nicht ein, daß er sich vielleicht nur schlafend stelle;sie zitterte also um einen halben Schritt näher, um erstlichgewiß zu sein, wer's wäre, und um zweitens mit vollemAuge auf der Gestalt zu ruhen, vor der sie bisher nur vor-überstreichen durste. Unter dem Anschauen wußte sie nichtrecht, wann sie es eigentlich endigen sollte. Endlich wandtesie ihrem Paradiese den Rücken, nachdem sie noch einmalganz an ihn getreten war; aber unter dem trägen Rückwärts-gehen fiel ihr (ohne Schrecken) ein, „er wird doch nichtgar todt sein?" Sie kehrte also wieder um und behorchteseine wachsenden Athemzüge. Neben ihm lagen zwei spitzeSteinchen so groß wie mein Dintenfaß: sie bückte sich zwei-mal neben ihm nieder (sie wollt' es nicht auf einmal odermich mit dem Fuße thun) um sie wegzunehmen, damit ernicht in ihre Spitzen hineinfiele. . . .

Wahrhaftig ein Alphabet oder 23 Bogen sollt' ich mitdiesem Auftritt voll zu «machen haben; zum Glück geht er