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[Erster Band. - Zweiter Band.]
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weil hm mit seinen tausend Gliedern, den Köpfen und Kno-chen. Ich schien mir unten im chaotischen Abgrund zu ste-hen und oben weit über mir zog die Erde mit ihren Leben-digen. Mich ekelte Leben und Tod. Auf das was nebenmir lag, sogar auf meine Mutter sah ich starr und kalt wiedas Auge des Todes, wenn er ein Leben zerblickt. Ein run-des Eiscngitter in der Kirchenmauer schnitt aus dem ganzenHimmel nichts heraus als die schimmernde zerbrochne Scheibedes Mondes, der als ein himmlisches Sarglicht auf den Sarg,der die Erde heißet, herunter hing. Die öde Kirche, dieserdorige Markt des redenden Gewimmels, stand ausgestorbenund untergraben von Todten da — die langen Kirehenfensterlegten sich, vom Mond abgeschattet, über die Gitterstühlehinüber — an der Sakristei richtete sich das schwarze Tod-ten-Kreuz aus, das Ordcnskrenz des Todes — die Degenund Sporen der Ritter erinnerten an die zerbröckelten Glie-der, die sie und sich nicht mehr bewegten und der Todten-kranz des Säuglings mit falschen Blumen hatte den armenSäugling hicher begleitet, dem der Tod die Hand abgebro-chen, eh' sie wahre pflücken konnte — steinerne Mönche undRitter machten das längst verstummte Gebet an der Mauermit verwitternden Händen nach — nichts lebendiges sprach>n der Kirche als der eiserne Gang des Perpendikels derThurmuhr und mir war als hört' ich, wie die Zeit mit schwe-bn Füßen über die Welt schritt und Gräber austrat als^ußstapfcn. . . »

Ich setzte mich auf eine Altarstufe, um mich lag dasAtondlicht mit trübenden eilenden Wolkenschatten; mein Geistlchnd hoch: ich redete das Ich an, das ich noch war: „waSbist du? waS sitzt hier und erinnert sich und hat Onal? —Tu, ich, etwas — wo ist denn das hin, das gefärbte Ge-wölk, das seit dreißig Jahren an diesem Ich vorüber zog und