Band 
[Erster Band. - Zweiter Band.]
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Schauder um meinen Arm sich krümmen sah; und daß ichmachte: „das ist das Menschenblut, das uns heilig ist, wel-ches das Kartenhaus und das Sparrwerk unsers Ichs aus-kittet und in welchem die unsichtbaren Räder unsers Lebensund unserer Triebe gehen." Dieses Blut spritzte nachheran alle Vhantasieen meiner Fiebernächte; das eingetauckste Allstieg blutroth daraus herauf und alle Menschen schienen miran einem langen Ufer einen Strom zusammen zu bluten, derüber die Erde hinaus in eine saufende Tiefe hinab sprangGedanken, häßliche Gedanken rückten vor mir grinsend vor-über, die kein Gesunder kennt, keiner nachschafft, keiner erträgt,und die blos liegende Krankenseelen anbellen. Wäre keinSchöpfer: so müßt' ich vor den verborgnen Angst-Saiten er-zittern, die im Menschen aufgezogen sind und an denen einfeindseliges Wesen reißen könnte. Aber nein! Du allgütigesWesen! du hältst deine Hand über unsre Anlage zur Oualund legest das Erden-Herz, worüber diese Saiten aufgewnn"den sind, auseinander, wenn sie zu heftig beben! . . .

Der Kampf meiner Natur wurde endlich zu einem ohn"mächtigen Schlummer, aus dem so viele blos erwachen, umunter der Erde zu sterben. Darin trug nian mich in dieeinsam stehende Kirche. Der Fürst und mein Spitz wäre"mit dabei; aber blos der erste ging wieder fort. Ich lagvielleicht die halbe Nacht, bis das Leben durch mich zuckte-Mein erster Gedanke riß die Seele immer auseinander. Vonungefähr trat der Hund auf mein Gesicht; plötzlich senkte st^eine Beklemmung, wie trenn eine Riescnhand meine Brulböge, tief auf mich herein und ein Sargdeckel schien mir w>eein aufgehobenes Rad über mir zu stehen. . . . Schon d>eBeschreibung schmerzt mich, weil die Möglichkeit ver Wieder"holung mich ängstigt. ... Ich stieg aus der sechseckigenBrutzelle des zweiten Lebens; der Tod streckte sich vor nur