Band 
[Erster Band. - Zweiter Band.]
Seite
129
JPEG-Download
 

129

andre Ich, das Mädchen aber aus fremden in das ihrigehinein. Kaum oder wenig nahm Beata die Approchcn desregierenden Aktors oder agierenden Regenten wahr, — Oefelaber sah es und dachte seinem Siege über den hohen Neben-buhler nach, — welcher sich ihr in einer nicht sehr großenSchneckenlinie näher drehte, was er an Hofiramen gewohntwar, die nur in der Jugend ihre Tugend ü In minuttn weg-geben, im Alter hingegen einen großem Handel daniit inFrosso treiben. Ich sagte eben etwas von einer Schnecken-linie, weil ich einen Einfall im Kopse hatte, der so heißet:daß Weiber von Welt und die Sonne die Planeten unterdem Schein, sie in einem Kreise um ihre Stralcn herum zulenken, in der That in einer seinen Schneckenlinie zu ih-rer brennenden Oberfläche hinaureißen.

Mitten im Probe-Drama, gerade als Gustav oder Ilonrider Marie das leere Papier als ein Diplom hinreichte, daslhre Verwandtschaft für null erklärte, fiel ihm das als llsnriein, was einem andern längst alö Gustav eingefallen wäre,daß auf dem leeren Papier etwas könnte geschrieben ste-hen und zwar das beste Etwas, sein Liebesbrief, den wirschon längst gelesen haben. Kurz er nahm sich vor, seinen^tief in der Gestalt jenes Diploms ihr im Drama zuzu-stecken, wenn's nicht anders zu machen wäre. Sogar dasRomantische des Entschlusses, seine theatralische Rolle in seinewirkliche hineinzuziehen und so vielen Zuschauern eine andreTäuschung zu machen als eine poetische, hielt ihn nicht ab,ändern trieb ihn an. Ich will eS nur gestehen, lieber Gu-stav — u,ld fiele mein Geständniß selber in Deine Häute," auf Deine himmlische Bescheidenheit war der HonegthauBeifalls, den Du au einem solchen One nicht einmal fürSchmeichelei, sondern blos für eine bü^on zu- reden berech-E'gt wärest anzusehen, zerstörend gefallen! Unter allen Din--- 9