Band 
[Erster Band. - Zweiter Band.]
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gen ist menschliche Bescheidenheit am leichtesten todtgeräuchertoder todtgeschwefelt und manches Lob ist so schädlich wie eineVerleumdung. Im Narrenhause sehen wir, daß der Menschandern aufs Wort glaubt, er sei närrisch *), und in Pallästensehen wir, daß er ihnen aufs Wort glaubt, er sei weise. —Ueberhaupt war Gustav — denn ein Mann ist oft an einemAbend bestimmt, nicht nur lauter schlechte Spiele hinter ein-ander zu machen, sondern auch oft lauter unbedachtsameStreiche — am Komödienabend fast zu letztem ausersehen.

.... Endlich ist Bousens Geburtsfest da. . . . MeinGustav! — Noch heute weinen Deine Augen nach!

Das Fest zerspällt sich in drei Gänge — Omeäis -Souper — und bnl pure. Im Grunde ist noch ein vierterGang: ein Fall. , t

Am Tage des Drama leerte sich das neue SchloßdaS fürstliche zu Oberscheerau aus. Gustav dachte unterwegs(im Wagen Oefels) an seinen Brief, den er übergebenwollte, und an den guten Doktor Fenk ein wenig; aber dieabgekürzten Tage gaben ihm zu Besuchen keine Muße. S«nFehler war, daß die Gegenwart vor ihm allemal wie e>nWasierfall alle ferne Laute überrauschte, — und er trarevielleicht nicht einmal zu mir gekommen, wenn mich rne>nbeschwerter juristischer Arbeittisch in die Stadt gelassen hätteEr sah seine Marie — zehnmal hunderttausend neue

') Denn man könnte einen Menschen durch die Versichertnärrisch machen, er sei närrisch. Die Freunde vom jünger sCrebillon beredeten sich einmal, an einem geselligen fteyAbende über keinen Einfall von ihm zu lachen, sondern numitleidig zu schweigen, als hab' er nun allen WitzUnd die Sache wurde ihm auch glaublich gemacht, »andere Schriftsteller werden durch ihre Freunde gerade "dem umgekehrten Irrthum noch lebhafter getäuscht» tapglauben, Witz zu haben.