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Reize .... ich will aber über mich herrschen: so viel istPsychologisch wahr, daß ein bekanntes Mädchen nns an ei-nem fremden Orte auch fremd, aber nur desto schöner wird.Dieses hatte Beata mit der stralendcn Residentin gemein,aber ein gewisser Hauch von bescheidner Furchtsamkeit ver-schönerte sie mit seinem Schleier allein. Warum war Gu-stav diesesmal von ihr verschieden? Darum: die männlich?Blödigkeit liegt blos in der Erziehung und in Verhältnissen;die weibliche tief in der Natur — der Mann hat innerlichenMuth und blos oft äußerliche Unbehülflichkeit; die Frau hatdiese nicht und ist dennoch scheu — jener drückt seine Ehr-furcht durch Hinzutreten, diese durch Zurückweichen aus.
Die Ohnmächtige, die sogenannte vskaillauto, oder dieMinisterin, heute ausgenommen! Ihr Winken und Blin-ken, ihr Lispeln und Zappeln, ihr Witzeln und Kitzeln,ihr Fürchten und Wagen, ihr Kokettieren und Persiflieren— wie soll das der einbeinige ckean kaul biographisch kopie-ren in gemeiner schlechter Prose? — Gleichwol ist's garnicht anders zu machen und er muß. Wenn die buntenKöpfe der Weiber im großen Garten der Natur die blaue»,rothen Glaskugeln auf lackierten Stativen vorzustellen hät-ten (welches unter hundert Männern nicht einer glaubt):so würd' ich in meiner Schilderung so fortfahren: der Mi-nisterin ihrer war nicht übel, sondern bunt; dieser Kopf warein kurzer pragmatischer Auszug aus zehn andern Köpfen,die nämlich Haare, Zähne, üedern dazu zusammenschössen.
Sie war eine Antike von großer Schönheit, die abernach den Verwüstungen der Jahre und Menschen nicht mehrunbeschädigt zu haben war; sie mußte also durch geschickteBildhauer mit neuen Gliedern — z. B. Busen, Zähnen —ergänzet werden.
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