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nun einen irdischen Boden, damit sie vor uns spielen und seiso dämmernd schön wie eine Vergangenheit!

Heute zogen wir ein und unser Vorreiter war ein spie-lender Schmetterling, den wir vor uns von einer Blumen»Stazion auf die andre trieben. — Und' vcr Weg meiner Federsoll auch über nichts anders gehen.

Der heutige Morgen hatte die ganze Auenthaler Gegendunter ein Nebel-Meer gesetzt. Der Wolkenhimmel ruhteauf unsern tiefen Blumen aus. Wir brachen auf und gingenin diesen fließenden Himmel hinein, in welchen uns sonst nurdie Alpen heben. An dieser Dunst-Kugel oben zeichnete sichdie Sonne wie eine erblassende Nebensonne hinein; endlichverlief sich der weiße Ozean in lange Ströme — auf denWäldern lagen Hangende Berge, jede Tiefe deckten glimmendeWolken zu, über uns lief der blaue Himmelszirkel immerweiter auseinander, bis endlich die Erde dein Himmel seinenzitternden Schleier abnahm und ihm froh ins große ewigeAngesicht schauete — das zusammengelegte Weißzeug desHimmels (wie meine Schwester sagte) flatterte noch an denBäumen, und die Nebelflocken verhingen noch Blüten undwogten als Blonden um Blumen — endlich wurde die Land-schaft mit den glimmenden Goldkörnern des Thaues besprengtunv die Fluren waren wie mit vergrößerten Schmctterlings-flügeln überlegt. Eine gereinigte hebende Maienluft kühltemit Eis den Trank der Lunge, die Sonne sah fröhlich aufunsern funkelnden Frühling nieder und schauete und glänztein alle Thaulügelchcn, wie Gott in alle Seelen. . . . O wennich heute, an diesem Morgen, wo uns alles zu umfassen schienund wo wir alles zu umfassen suchten, mir nicht antwortenkonnte, da ich mich fragte: „war je Deine Tugend so reinwie Dein Vergnügen und für welche Stunden will Dichdiese belohnen?" so kann ich jetzo noch weniger antworten,